zurück Uwe Horstmann - ein Anwohner aus der Nachbarschaft Stadtteilplatz Charlottenstraße/Ecke Ahrbergstraße
Die folgende Stellungnahme wurde verfasst von Uwe Horstmann, als Bewohner der Haspelmathstraße nah dran am strittigen Platz und einer der Sprecher des Stadtteilforums Linden-Süd
Ein Aufruf zu einer Unterschriftensammlung, Auftritte in Sitzungen des
Stadtteilforums Linden-Süd und Ausführungen im Bezirksrat Linden -Limmer sind die öffentlichen Versuche eines Hausbesitzers und Vermieters die Attraktivität seiner Wohnungen zu erhöhen. Einige seiner Wohnungen befinden sich in unmittelbarer Nähe eines Platzes, der seit vielen Jahren als Treffpunkt für Bewohner des Stadtteils dient. Ältere Damen treffen sich dort so regelmäßig wie türkische Männer. Eine Tischgruppe ist der Stammplatz eines Bekanntenkreises, in
dem Alkoholkonsum zum alltäglichen Freizeitverhalten gehört. Gegen diese Personengruppe wird polemisiert. Ihr wird häufige Lärmbelästigung der Anwohner vorgeworfen, obwohl es nach Aussage der Polizei keine aktenkundige Häufung von Beschwerden gibt. In einem Antrag der CDU im Bezirksrat Linden-Limmer und in einigen dort am 22.06.05 vorgetragenen Ausführungen ist nun vom "Platz der Ruhe" die Rede. Dieser name ist im
Zusammenhang mit dem der nachbarschaftliche Kommunikation gewidmeten Platz an der Charlottenstraße bisher nie aufgetaucht. Er muss als Polemik gegen die ungeliebten Nutzer verstanden werden, die man gerne vertreiben möchte. Dabei wird von der CDU sogar die Zwangsumsiedlung in eine GHB-Immobilie in der Deisterstraße vorgeschlagen. Indem zusätzlich ein Soziales Hilfsangebot" zur Behandlung der unterstellten Alkoholkrankheit gefordert wird, meint man das wahre Motiv unter einem sozialen
Mäntelchen verstecken zu können. Das Stadtteilforum Linden-Süd hat sich mehrfach mit diesem Interessenkonflikt beschäftigt und jeweil zum Ausdruck gebracht, dass die unterschiedlichen Interessen zwischen Platznutzern und den wenigen klagenden Anwohnern im Gespräch geklärt werden müssen. Lärm und Unrat, wenn sie Überhand nähmen, und öffentliches Urinieren sollen nicht übersehen und toleriert werden. Deshalb hat ein "Runder
Tisch" im vergangenen Jahr beiden Seiten bekannte "Kümmerer" eingesetzt, die auftretende Konflikte zeitnah und direkt aufgreifen können. Die Haltung des Stadtteilforums ist getragen von der klaren Ablehnung aller Versuche, Gruppen von Mitbürgern auszugrenzen, weil ihre Lebensführung anderen nicht behagt. Als Anwohner der unmittelbar benachbarten Haspelmathstraße muss ich betonen, dass neben
allen positiven Aspekten in unserem dicht bebauten Stadtteil die Enge und die akustische Anteilnahme am Leben der Nachbarn unvermeidlich dazu gehören. Wer aus freien Stücken in diesen Stadtteil zieht oder dort Immobilien vermarkten will, muss das akzeptieren. |