Der Verein Lebendiges Linden hatte zum Neujahrsempfang ins Freizeitheim Linden geladen. "2003 war für uns ein erfolgreiches Jahr", mit diesen Worten eröffnete Fred Meier die Veranstaltung. "die Aktivitäten unserer Mitglieder haben den Stadtteil kulturell bereichert,
zum Beispiel die Konzertreihe im von-Alten-Garten und die Nacht der Sternschnuppen sprengten mit ihren Besucherzahlen alle Erwartungen. Wir haben unser Ziel erreicht." Auch für das Jahr 2004 liege der Schwerpunkt der Vereinsarbeit im Ausbau der einzigartigen kulturellen Vielfalt des Stadtteils. Fred Meier überließ nun das Rednerpult Bernd Strauch, SPD, Bürgermeister der Stadt Hannover und familiär in Linden verwurzelt.
"Linden kennt man überall", so Strauch, "darum sollten alle Lindener stolz auf ihren Stadtteil sein." Es sei ein Stadtbezirk von eigenwilligem Reiz, voller Widersprüche und doch bewohnt von Menschen, die sich rührig um "ihr Linden" kümmern. Man betrachte den Gegensatz des Neubaugebietes Gildegelände zum Ihmezentrum: so etwas könne es nur in Linden geben. "Durch diese Gegenüberstellung wird die Problemlösung des Ihmezentrums ein gutes Stück
vorangetrieben, es ist ein einmaliges Projekt" Strauch ging auch auf die Diskussion über die Fußgängerzone Limmerstraße ein. "Geben wir der Limmerstraße eine Chance! Warten wir ab, wie sich die Geschäfte, wie sich der Markt entwickelt. Es ist nicht so, dass begangene Fehler nicht korrigiert werden könnten!" Geschäfte würden auch in anderen Stadtteilen sterben, dies sei ein allgegenwärtiges Problem. Ein Lob galt auch der GBH (Bauen und Wohnen Hannover), die auf der
Deisterstraße den Künstlern durch die Bereitstellung leerstehender Geschäfte eine Perspektive und der Straße ein posives Image ermöglicht hätte. Strauch: "Linden guckt immer mit der Nase aus dem Schnee".
Dirk Toepffer (CDU), erlebte einst seine Sternstunde im Bezirksrat Linden/Limmer: "Ich gehörte hier mit meiner Partei ja zu einer politischen Randgruppe, es war immer mächtig was los!" Überhaupt sei der praktizierte Bürgersinn eine alte Lindener Tradition und
die Integration fremder Menschen habe in diesem Industriestandort schon immer auf der Tagesordnung gestanden. Die ersten Zuwanderer waren die Weber, die in den Weberein Lindens arbeiteten, sie hatten eigene Schulen und Vereine und oft herrschte Mangel an Dingen des täglichen Lebens. Es gab Bürger, die sich für diese Menschen einsetzten, der Bürgersinn linderte manche Not! "Für das Jahr 2004 wünsche ich dem Verein Lebendiges Linden weiterhin viel, viel Freude an der Arbeit für die
Menschen in Linden."
Nun wünschte Bezirksbürgermeisterin Barbara Knoke (SPD) allen anwesenden Kraft und Ausgeglichenheit, um die Vorsätze des neuen Jahres ausführen zu können . "Die Vereine und Initiativen sind wichtig für unseren Stadtteil und für die erfolgreiche Zusammenarbeit in 2004 muss die weitere Vernetzung von Kitas, Schulen, Kirchen und Vereinen voran getrieben werden." Knoke betonte auch die Wichtigkeit des Ehrenamtes in Zeiten stetig
fortschreitender Einsparungen. "Und ich wünsche mir für das neue Jahr einen besseren Austausch mit unseren muslimischen Mitbürgern."
Mit einer musikalischen Delikatesse beendeten Achim Kück und Kara M den offiziellen Teil des Neujahrsempfangs und bei belegten Brötchen und vielen guten Gesprächen klang im Ferry der Abend aus.
Rednerliste: Begrüßung Fred Meier, Chef des Freizeitheims Bernd Strauch, SPD, Bürgermeister Stadt Hannover
Dirk Toepffer, CDU, Vorsitzender Kreisverband Hannover Barbara Knoke, SPD, Bezirksbürgermeisterin Linden/Limmer evi.schaefer letzte Änderung: 011.01.2004 |