Bericht 29-04

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So., 29.08.2004, Namensgebung:
Der Pariser Platz heißt jetzt Pariser Platz
- Enthüllung des Straßenschildes am 27. August -

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Neu (und alt) im Stadtbezirk Linden-Limmer: Pariser Platz

Jetzt ist es offiziell: Pariser Platz ist der neue Name des Platzes, auf den im Stadtteil Linden-Limmer die Straßen Dieckbornstraße, Teichstraße, Davenstedter Straße, Egestorffstraße und Kirchstraße zulaufen. Bezirksbürgermeisterin Barbara Knoke enthüllte am Freitag 27. August zur Platzbenennung das neue Straßenschild.

Mit der Benennung des Platzes nach der französischen Hauptstadt soll die bereits umgangssprachliche Bezeichnung "Pariser Platz" für diesen Ort übernommen werden.

Bodo Dringenberg aus der Konkordiastraße erfreute alle anwesenden mit netten Anekdoten, die er im Laufe der Zeit aufgeschrieben hat. Eine ging so: "Nach einigen Bierchen entlockte ich (Dringenberg) in der Gaststätte Exil am Pariser Platz einem Gast diese Geschichte: 'Ein Hundebesitzer, der seinen Hund "Pariser" getauft hatte, rannte nachts umeinander und befahl seinem Hund lautstark: 'Pariser, Platz!'. Und weiter: 'Eine junge Dame wollte unbedingt schwanger werden, der Freund wollte es mit einem 'Pariser' aus Naturdarm verhindern, die junge Dame seufzte flehentlich:'Pariser, platz!'. Am wahrscheinlichsten ist natürlich die Erklärung, daß sich Lindener an Pariser Plätze erinnerten, auf die sternförmig die Straßen zulaufen."

Klaus Öllerer, nach Texten von Jürgen Wessel und dem Presseamt der Stadt Hannover
letzte Aktualisierung:14.08.2004

Bilder: Jürgen Mineur, Horst Knoke

Jonny Peter schrieb uns folgende Erklärung:

Ich habe zur Benennung des Pariser Platzes eine etwas andere Erklärung gefunden.
Im kleinen Heft "Hannoversche Wahrzeichen" des Heimatbundes Niedersachsen, Hannover 1953, 2. Auflage, Selbstverlag, steht unter Punkt 300:
" Pariser Platz in Linden. Volkstüml. Bezeichnung für den durch verschiedene Straßeneinmündungen (Egestorff-, Teich-, Dieckborn- und Davenstedter Straße) gebildeten Platz. Hier lag der Hof des Landwirts und Senators Lampe (Mitglied des ersten Magistrats von Linden, 1885); von Beruf urspr. Kürschner, hatte er zeitweilig auch in Paris gearbeitet; daher die Benennung."
Soweit diese Quelle. Ich war damals natürlich noch nicht dabei, kann die Korrektheit also nicht beurteilen.

01.09.2004

Dieter Kist schrieb uns folgende Erklärung:

Hiermit möchte ich mich an der Ursprungsforschung zum Pariser Platz beteiligen.

Der in Jahrhunderten über Generationen von den Anwohnern Lindens nicht vergessene Name dieses Platzes hat sich mit Sicherheit in Funktion, Form und Bebauung verändert; auch scheint die begriffliche Bedeutung verloren gegangen zu sein. Den Bezug zur französischen Hauptstadt möchte ich allerdings in Frage stellen.
Bär, Bere und andere, -in diesen Fall Pari-,  stehen meines Erachtens für Barrieren, Grenzen, Schutz; das Suffix: sen für sehen; also alles zusammen für Grenzbeobachter.
Ob die Grenzer am Rande des Ursprungsdorfes, dessen Mittelpunkt die Kirche (heute Martinskirche) war oder von einem weiteren Zentrum aus die Grenzen des etwas größeren Linden beobachteten, möchte ich offen lassen.
Im "FAUST buntes Linden Buch" (1995) Seiten 37-39 und auf meiner Homepage
www.hannover-kist.de (2000) habe ich unter: "Geschichte Hannover - 7.) Grenzen:
Bären, Eiche, Ecke, Ricklingen, Reden" das Thema bearbeitet. Dort geäußerte Überlegungen treffen auch auf den Pariser Platz zu. Langsam scheinen sich die dort
fixierten Ideen -unter anderem "Zum Schwarzen Bären" (auch auf Grund der Recherche von Herrn Jürgen Wessel)-  in Linden rumzusprechen.

Mit freundlichen Grüßen
Dieter Kist

12.09.2004


Schilder brauchen Licht und Luft.
Bezirksbürgermeisterin Barbara Knoke bei der Enthüllung.

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Die Inhalte angeführter Links und Quellen werden von diesen selbst verantwortet.


Der Lindener Schriftsteller Bodo Dringenberg unterhält die Anwesenden.


Musik gibt's auch.


Kuchen für alle


Eine Straßenkarte auf dem Kuchen:
Dieckbornstraße, Teichstraße, Davenstedter Straße, Egestorffstraße und Kirchstraße