Die Wasserstadt Limmer GmbH
& Co. KG hatte die GP Papenburg Baugesellschaft beauftragt das Kesselhaus auf dem Contigelände zu sprengen.
Nur noch Staub. Der Schornstein steht. Ohne die sonst üblichen Schaulustigen ging die Sprengung über die Bühne, selbst die Anwohner des Stadtteils wurden erst kurz vor dem Sprengtermin informiert, um zu verhindern, dass sich hunderte Neugierige in Gefahr bringen, wenn sie sich auf dem unübersichtlichen Conti – Gelände aufhalten. Die Polizei patrouillierte zu
Wasser und in der Luft, das technische Hilfswerk war einsatzbereit und mit Massenaufgebot vor Ort.
Also nur geladene Gäste. Mitglieder des Bezirksrates, und der Sanierungskomission Limmer, Mitarbeiter der Wasserstadt Limmer GmbH & Co. KG, Sicherheitskräfte, Presseleute und Vertreter verschiedener Limmerscher Arbeitskreise wurden auf dem Dach des Gebäudes Nr.24 deponiert, um von dort die Sprengung live mit zu erleben.
Kurz nach 9:00 Uhr ertönt das erste Signal des
Sprengmeisters. Wieder Stille. Niemand spricht mehr. Kurz darauf ein zweites Signal. Vom Kesselhaus dröhnt endlos lang und immer wieder ein tiefes BRRRRUMS, Explosionen, Träger brechen, Steinstaub presst aus den Stockwerken, Mauern sacken nach unten. Das Dach von Nr. 24 vibriert, Knie werden weich. Die Zuschauer sind beeindruckt. Gelblicher Staub rieselt herab wie feiner Schnee. Eine Etage tiefer gibt es Häppchen und Getränke.
Nur der Schornstein vom ehemaligen Kesselhaus steht
noch. Das sollte eigentlich nicht so sein, doch irgendwo hat's nicht gezündet, so was kann passieren, eine Sprengung hat immer etwas unkalkulierbares.
Text/Fotos: evi schaefer letzte Änderung: 12.06.2004 |