Dienstleistung 1: Auslieferung Martina Kreinhacke ist Fischhändlerin in Linden-Nord am Schmuckplatz. Der Eisregen am Heiligabend drohte zu einer finanziellen Einbuße zu werden. Ständig riefen Kunden aus ganz Hannover an, daß sie den bereitliegenden Fisch nicht abholen könnten.
Eisregen ? Höhere Gewalt ? Nicht für Martina und ihren Bruder Ingmar ! Schwupps waren die Familienmitglieder mobilisiert und die Autos angelassen. Noch vor acht Uhr waren alle Vorbestellungen ausgeliefert. Die Kunden freuten sich - und für's Geschäft stimmte die "Kohle". Dienstleistung 2: Abholung der Biotonnen in Limmer Auch in Limmer gab es Heiligabend Eisregen. Der Müll
wurde nicht abgeholt. Bis zum 21. Januar fand 6 Wochen lang keine Leerung der Biotonnen statt. Die Tonnen quollen über und illegalerweise wurden die Restmülltonnen für Biomüll zweckentfremdet. Eine Anfrage der SPD-Fraktion im Bezirksrat am 29. Januar fand folgende Antwort der Verwaltung (auszugsweise): "Der Eintritt extremer Witterungsverhältnisse stellt objektiv einen Fall 'höherer Gewalt' dar." und wegen der Frostsituation "...ist der Behälterinhalt im
Übrigen vor der Leerung vom Tonnenbenutzer selbst aufzulockern." (!?) Kommentar: Dienstleistungen sind vergleichbar. Auch wenn es sich hier um Fisch einerseits und Biomüll anderseits handelt. Lust oder Unlust - ein Unterschied der auffällt. Über die Abfallwirtschaft gibt es zunehmend Beschwerden. Wäre Privatisierung plus Wettbewerb die Lösung ? Klaus Öllerer Redaktion@halloLinden.de |