 |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  | | | |  | |  | |  |
| | Archiv | | | | | | | | Berichtsübersicht 2003 ....1 ....2 ....3 ....4 ....5 ....6 ....7 ....8 ....9 ...10 ...11 ...12 ...13 ...14 ...15 ...16 ...17 ...18 ,,.19 ...20 ...21 ...22 ...23 ...24 ...25 ...26 ...27 ...28 ...29 ...30 ...31 ...32 ...33 ...34 ...35 ...36 ...37 ...38 ...39 ...40 ...41 ...42 ...43 ...44 ...45 ...46 ...47 ...48 ...49 ...50 ...51 ...52 ...53 ...54 ...55 ....56 ...57 ...58 ...59 ...60 ...61 ...62 ...63 ...64 ...65 ...66 ...67 ...68 ...69 ...70 ...71 Berichtsübersicht 2002 und früher | | Nur im Internet. | | | |
| Die., 30.09.2003, Veranstaltung des Präventionsrates Linden-Limmer: Zivilcourage - und mehr
Beitrag Kommentieren Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionforum eingerichtet. |
| | | | | | | | | Am letzten Mittwoch, 24.09., ging der Präventionsrat Linden-Limmer mit seiner ersten Veranstaltung an die Öffentlichkeit. Die Uhlhorngemeinde hatte dafür ihren Saal zur Verfügung gestellt. Das Thema "Zivilcourage" wurde von fünf Experten auf dem Podium in kurzen Vorträgen dargestellt.
Zur Sicherheit in Linden erfuhren die Zuhörer von Herrn Ganz von der Polizeiinspektion West zahlreiche Fakten (siehe weiter unter). So konnte er das Fazit ziehen, dass man in Linden nicht gefährlicher lebt als in anderen Stadtteilen. Die subjektive und objektive Sicherheit von Senioren war das Thema von Herrn Georgen
vom Kriminologischen Forschungsinstitut Nds. Er konnte feststellen, dass die allgemeine Furcht von Senioren diese veranlasst sich risikoärmer zu verhalten. Daher sind diese weniger häufig von Straftaten betroffen als die übrige Bevölkerung. Herr Mengershausen von der Polizei Hannover schilderte die Erfahrungen mit Kursen zur Zivilcourage. Nach älteren Frauen würden erst allmählich jüngere Frauen und noch sehr zurückhaltend Männer diese Kurse besuchen. Frau von Schroeten
vom Weißen Ring Hannover schilderte die Hilfe für Opfer von Straftaten und dass die Passivität vieler Unbeteiligter oftmals die Straftat erst ermöglicht. Die anschließende Diskussion wurde vom Publikum sehr lebhaft und engagiert geführt. Widerspruch gab es zur Vorstellung, dass in Linden "alles gar nicht so schlimm sei". Die Drogenproblematik lag den meisten Rednern sehr am Herzen. Linden wurde in einem
Beitrag als Schwerpunkt im Drogenhandel bezeichnet. Einige Bürger konnten von Beobachtungen aus ihrer Umgebung berichten. Viele Erkenntnisse würden der Polizei nicht mitgeteilt, weil befürchtet wird, dass Namen in den Ermittlungsakten auftauchen und so den Dealern bekannt würden. Zeugen würden so zu Opfern gemacht. Hier scheint es ein tatsächliches Problem zu geben. Wenn Zeugen keine Angst hätten, würde die Polizei vermutlich viel mehr Informationen erhalten. Ein Kontaktbereichsbeamter
schilderte einen Fall, in dem der Name einer Zeugin verborgen bleiben konnte. Hier gab es eine Festnahme mit Sicherstellung von Beweisen. Mit 25-30 Teilnehmern war diese Veranstaltung unterbewertet, was der Intensität der Diskussion jedoch nicht schadete. Überraschenderweise war kein Lindener Politiker erschienen. Zum Abschluss
wurde die Bürgernähe unserer Polizei vom Kontaktbereichsbeamten Werner Lieckfeld an einem Beispiel eindrucksvoll demonstriert. Senioren haben oft Probleme mit der Bedienung von Geldautomaten und neigen manchmal dazu hohe Geldbeträge bei sich, bzw. in ihrer Wohnung zu haben. Dadurch erleiden sie im Falle eines Diebstahls hohe Verluste. Bildhaft stellte Werner Lieckfeld dar, wie es ihnen gelang durch Einfallsreichtum ein Modell eines Geldautomaten zu bauen und nun für die Senioren zum
Üben einzusetzen. Klaus Öllerer letzte Änderung: 30.09.2003 Über den Präventionsrat Linden-Limmer Der Präventionsrat Linden-Limmer wurde durch einen Beschluss des Bezirksrates Linden-Limmer
am 28. Januar 1998 offiziell gegründet. Im Präventionsrat sind sowohl die dem Rat angehörenden Parteien als auch alle Einrichtungen, die am öffentlichen Leben teilnehmen, vertreten. Unter anderem der Seniorenbeirat, der Ausländerbeirat, die Kirchen, die Polizei, das Forum für Kinder- und Jugendarbeit, die Schulen, die Parteien, Kulturvereine sowie die Limmerschen und Lindener Vereine. Bisherige Schwerpunkte: Unsere bisherigen Themen waren insbesondere die Jugendarbeit mit allen
ihren Facetten. Des Weiteren befasste sich der Präventionsrat mit den Fragen von MigrantInnen, Geschäftsleuten, Einrichtungen und Vereinen. Ansprechpartner: Marion Latzke (Sprecherin), 05 11-4581309 Norbert Schediwy, Tel: 05 11-27 858111 Thomas Ganz, Tel: 05 11-109-3931 |
| | | |
 Die Experten auf dem Podium: von links: Thomas Georgen, Kriminolog. Forschungsinstitut Nds.
, Karin von Schroeten, Weißer Ring Hannover, Moderation: Wolfgang Lumma, Bewährungshilfe, Hannover, Oliver Mengershausen, Polizeidirektion Hannover, Thomas Ganz, Polizeiinspektion West
| | | © Copyright | | | | | Die Inhalte angeführter Links und Quellen werden von diesen selbst verantwortet. | | | | | | | | | |
|  Ein hoch interessiertes Publikum verfolgte gespannt die Vorträge...
| | | | | | | | | | | | | 
... um dann zwei Stunden lang sehr engagiert zu diskutieren. Vor allem das Thema Drogen dominierte die Diskussion.
| | | | | |  Thomas Ganz, Polizeiinspektion West, sinngemäß: Eine negative Schlagzeilen-Presse baut eine bestimmte Stimmungslage auf. Aus einem zufälligem Tatort und x-beliebigemTäter wird eine lindentypische Tat gemacht. So geschehen - Sie erinnern sich sicher noch - bei dem angeschossenen Mann am Schwarzen Bären.
| | | | | | | | |  Thomas Georgen, Kriminolog. Forschungsinstitut Nds., sinngemäß: Ältere Menschen werden Opfer von Straftaten, jedoch weniger als die übrige Bevölkerung. Es gibt zwar allgemeine Ägste in dieser Bevölkerungsgruppe, jedoch keine besondere Kriminalitätsfurcht. Sie verhalten sich risikoärmer.
| | | | | Einige Zahlen zur Sicherheit im Bereich der Polizeiinspektion West für Linden-Limmer, 45.000 Einwohner plus 30.000 weitere Einwohner in benachbarten Stadtteilen. Vorgetragen von
Thomas Ganz: Gesamtstraftatenaufkommen der PI West ohne Polizeikommissariate Ricklingen und Schützenplatz für 2002: 8.278 Fälle gegenüber 7.441 im Jahr 2001. Diese Zahlen beinhalten auch Delikte wie Ladendiebstahl und "Schwarzfahren ÜSTRA" mit hohen Werten. Jugendkriminalität Vom Jahr 2000
ausgehend ist die Zahl der jugendlichen Intensivstraftäter von 23 unter 10 gesunken. Dieses ist das Ergebnis einer konsequenten Strafverfolgung und verbesserter Zusammenarbeit von Polizei-Justiz-Jugendamt usw. Es gibt keine Jugendbanden im kriminalistischen oder kriminologischen Sinne im Zuständigkeitsbereich PI West. Starke Rückgänge um ca. 25 % gibt es im Bereich der Straßenkriminalität Jugenddelikte ( Raub, Körperverletzung) im Jahr 2002 bei gleichzeitiger Steigerung der
Aufklärungsquote um 18,4 % im Vergleich zu 2001. Diebstähle/Einbrüche aus/in Wohnungen sanken von 648 in 2001 auf 609 in 2002. Langzeitvergleich: 1998=935 Fälle und 1999=917 Fälle und 2000=711 Fälle. Dies entspricht einem Rückgang der Fallzahlen von '98 zu heute um 31,45% !! Im Quervergleich zum übrigen Stadtgebiet Hannover liegt unser Bereich genau im Schnitt, d.h. ca. 1/5tel der
Straftaten in diesem Deliktsfeld bei fünf Polizeiinspektionen. Schlussfolgerung: Man lebt in diesem Bereich in Linden nicht gefährdeter als in anderen Stadtteilen. Senioren Im Bereich des Opferrisiko's für Senioren wurde bei allen Delikten die hier registriert waren insgesamt 1109 Opfer aller Altersgruppen festgestellt, davon waren insgesamt 69 Personen (28 Männer/41 Frauen)= 6,2 % aus der
Altersgruppe über 60 Jahre alt Im Bereich der Straßenraubtaten waren von 157 Opfern insgesamt 6 Personen der Gruppe über 60 zuzurechnen=3,8 %. Im Bereich der Körperverletzungsdelikte waren von 661 Opfern insgesamt 26 Personen der Gruppe über 60 zuzuordnen= 3,9 % . Ausnahme im Deliktsfeld Handtaschenraub von 46 Opfern gesamt 29 über 60 und allesamt Frauen. Deshalb gibt es hier auch ein besonderes Betreuungs-/Präventionsangebot der Kontaktbereichsbeamten. Insgesamt ist das
Opferrisiko für Senioren damit bei uns eher gering einzuschätzen, dies entspricht auch dem Bundestrend, bei anhaltend hoher Kriminalitätsfurcht gerade dieser Personengruppe !! |
| | | | | | |  Karin von Schroeten, Weißer Ring Hannover, sinngemäß: Wir kümmern uns um die Opfer von Straftaten, vor allem bei der Bewältigung der Angst danach. Ein Problem ist das Verhalten von Unbeteiligten. So hatte z.B. in der Stadt bei einer Straftat gegen eine Frau niemand der vielen Umstehenden die Polizei angerufen.
Weißer Ring e. V., Tel.: 0511/79 99 97
| | | | | |
Oliver Mengershausen, Polizeidirektion Hannover, sinngemäß: Jeder hat seine eigene Zivilcourage. Als wir anfingen waren die Teilnehmer der angebotenen Kurse zur Zivilcourage fast ausschließlich ältere Frauen. Inzwischen nehmen immer mehr jüngere Frauen und auch Männer daran teil.
| | | | | |  Professionelle Moderation: Wolfgang Lumma, Bewährungshilfe, Hannover, sinngemäß : Die GBH hat durch ihre Wohnungsbelegungen - mehrere schwierige Fälle in einem Haus - sicher
Fehler gemacht, die korrigiert werden sollten.
| | | | | | |
|