Im Auftrag des Zaren: Courier Bei der diesjährigen Baltic Sail auf der Ostsee fand eine Windjammerparade von Karlskrona (Schweden) nach Rostok statt. Das herausragendste und die Herzen bewegende Schiff war die Courier, ein originalgetreuer Nachbau eines Zarenschiffes von 1703. Sogar die Kanonen wurden nicht vergessen. Es dient heute als Ausbildungsschiff und wird häufig zu Repräsentationszwecken
eingesetzt. Die Fotos entstanden in Karlskrona in Südschweden. Daten: Art: Küstenfregatte Nation: Rußland Eigner: Avantgarde-Werft, Petrozawodsk (Onegasee) Heimathafen: St. Petersburg Baujahr: 1992 auf der Avantgarde-Werft in Petrozawodsk nach Originalplänen zaristischer Kriegsschiffe aus dem Jahre 1703 Länge über alles: 26,50 m Breite: 5,20 m Tiefgang: 1,80 m
Segelfläche: 220 m² Antrieb: 100-PS-Diesel Besatzung: 4 Mann, 12 Gäste Der Nachbau einer zaristischen Küstenfregatte aus dem Jahre 1703 gehört zweifellos zu den "Exoten" in der Sail-Flotte und ist zugleich ein Schiffbauzeugnis des 17. Jahrhunderts. Am fernen Onegasee in Rußland entstand die Fregatte mit Bordgeschützen und allem Zubehör von Prunk und Zierat, wie er vor fast 300 Jahren an Bord
der Kriegsflotten üblich war. Die Schiffbauer in Rußland haben ein robustes und handwerklich vorzügliches Segelschiff hergestellt aus Eiche und Kiefer mit einem zweischichtigen Rumpf. Bei ersten stürmischen Reisen überraschte die Küstenfregatte durch Geschwindigkeit und gutes Seeverhalten. Klaus Öllerer letzte Änderung: 16.08.2003 |