Bilanz der Polizei Es wurden 61 Objekte kontrolliert unter Einsatz von 45 Polizeibeamten und zwei Mitarbeitern der Stadtverwaltung : 7 Spielhallen, 10 Spielplätze, 28 Kioske/Spielhallen, 6 Internet-Cafés, 2 Videotheken, 8 sonstige Objekte Maßnahmen: 12 Identitätsfeststellungen, 3 Schulschwänzer, 20 EDV-Überprüfungen, 18 Ordnungswidrigkeiten (kein Aushang), 1 Straftat (Videothek), diverse Beratungsgespräche. ---------------------------------------------------------------------------- Das Konzept für die Kontrollen : Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Jugend und Familie Sachgebiet Jugendschutz/Straßensozialarbeit Frank Woike (Tel.: 0511/16841360) Gemeinsame Jugendschutzkontrollen des Jugendschutzes der Landeshauptstadt Hannover und der Polizei im Stadtteil Linden Im Oktober 2002 hat der Jugendschutz der Stadt Hannover flächendeckend im Stadtteil Linden sämtliche Kioske aufgesucht und die Betreiber/innen über die gesetzlichen Bestimmungen des Jugendschutzes informiert. Neben den Einschränkungen zur Abgabe von Alkohol,
und seit dem 01. April auch für die Tabakwaren, gehört auch die Verpflichtung, mit einem Aushang über die Gesetzeslage zu informieren. Arbeitsweise des Jugendschutzes Hannover ist es, nach der Information und Beratung von Gewerbetreibenden die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu kontrollieren und bei Verstössen Bußgeldverfahren einzuleiten. Diese Kontrollen finden heute, am 13. Mai, gemeinsam mit der Polizeiinspektion West statt. Die Bündelung der gemeinsamen Kräfte und die gute
Zusammenarbeit betonen die Wichtigkeit, die gesetzlichen Auflagen des Jugendschutzes einzuhalten. Die heutige Veranstaltung ist dafür nur ein Indiz, genauso wie eine identische Aktion, die im Herbst letzten Jahres mit der Polizeiinspektion Süd durchgeführt wurde. Nicht nur Kioske sind im Blickwinkel der heutigen Aktion. Zusätzlich werden auch Videotheken
kontrolliert. Dort hat es im Rahmen des neuen Jugendschutzgesetzes eine Verschärfung bei den PC-und Konsolenspielen gegeben: Bisher wurden die Spiele von der Unabhängigen Selbstkontrolle USK geprüft und mit Altersempfehlungen versehen. Nun müssen sämtliche Spiele eine rechtlich, verbindliche Alterseinstufung analog der Filme bekommen. Videotheken werden kontrolliert, um sicherzustellen, dass alle Medien (Spiele und Filme), die indiziert sind, sich ausschließlich im Bereich befinden, der
nur für Erwachsene zugänglich ist. Außerdem werden Spielhallen kontrolliert, ob sich dort Minderjährige verbotenerweise aufhalten. Der vierte Schwerpunkt sind Internet-Cafes. Die Gewerbetreibenden sind verantwortlich dafür, dass Minderjährige keine gewaltverherrlichenden, rassistischen oder pornographischen Seiten im Internet aufrufen. Der Jugendschutz empfiehlt dringend die Installation entsprechender Software. Neben solchen flächendeckende Kontrollen erhält der Jugendschutz auch Hinweise und Beschwerden aus der Bevölkerung. Dabei ist das dominierende Thema seit Jahren der Verkauf an Alkohol an Jugendliche unter 16 Jahre bzw. an Kinder. Solchen Informationen wird nachgegangen. Zu den informellen Treffpunkten für Jugendliche, die heute auch aufgesucht werden, läßt sich feststellen, dass es hier ebenfalls eine gute Zusammenarbeit des Fachbereiches
Jugend und Familie mit der Polizei, sowie den vor Ort tätigen Einrichtungen der Jugendhilfe in städtischer oder freier Trägerschaft gibt. Der Jugendschutz Hannover informiert und berät zur Zeit präventiv Schulen, Eltern, Gewerbetreibende und Einrichtungen der Jugendhilfe zum neuen Jugendschutzgesetz und bietet den Gesetzestext sowie weitere Informationen unter der Internetadresse www.hannover-jugendschutz.de an. |