Bericht 33-03

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14.05.2003, Bild-Zeitung:
(Sch)Limmerstraße
"Wir Fußgänger leben hier gefährlich"

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Die Limmerstraße:
Sie soll komplett zur Fußgängerzone werden, zu einem Teil ist sie es schon. Dennoch sollen Öffis und feuerwehr hier weiter durchbrausen. Fußgänger fühlen sich dadurch verunsichert.
Foto: Udo Weger

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Politiker machen aus der Straße eine Fußgängerzone. Aber es ist eine trügerische Sicherheit. Im Minutentakt brausen Üstra und Feuerwehr hier durch.

Von Jürgen Lück und Jana Godau
Das ist fast so, als ob man einen Zebrastreifen mitten über die Autobahn führen würde. (Jens Seidel, baupolitischer Sprecher der CDU)
Verkehrspolitik in Hannover. Lesen Sie mal, wie Rot-grün das macht.
Die Limmerstraße - bei vielen Anwohnern heißt sie nur noch "Schlimmer Straße". Grund: Rot-grün will sie komplett zur Fußgängerzone machen. Eine trügerische Sicherheit für die Anwohner. Denn: Alle drei Minuten braust hier eine Straßenbahn oder ein Bus entlang.
Seidel (33): "Außerdem ist die Limmerstraße Haupt-Rettungsstrecke für Feuerwehr und Rettungswagen. Die rasen mit Blaulicht durch, um schnell zum Einsatzort zu kommen."
Heino Nordmeyer, Pressesprecher der Feuerwehr: "In der Umgebung der Limmerstraße ist ein großer Wohnbezirk - und wir müssen zügig am Einsatzort sein, deshalb fahren unsere Fahrzeuge sehr häufig durch die Limmerstraße. Das ist einfach der schnellste Weg. Wir fahren durch, ob Fußgängerzone oder nicht."
Anwohner schütteln den Kopf. Rentnerin Irmgard Baake (76): "Ältere Leute trauen sich hier gar nicht mehr auf die Straße. Man muss aufpassen, dass man nicht umgemangelt wird."
Mutter Bianka Gröning (22) hält ihren David (5) fest:"Viel zu gefährlich. Sonst läuft er mir vor die Straßenbahn."
Luisa Cervantes (49), Inhaberin Café am Küchengarten: "Eine Unsinns-Idee, die uns Geschäftsleute nur Kunden kostet. Man will hier offenbar nur die Autos raushaben. Die Bürgersteige sind breit genug zum Bummeln."
Doch die Anwohner wollen sich jetzt gegen den rot-grünen Verkehrs-Irrsinn wehren. Rechtsanwalt Friedhelm Siemers (35): "Im Auftrag von zwei Geschäftsleuten werde ich Widerspruch einlegen. Falls die Stadt ablehnt, bin ich bevollmächtigt, vor dem Verwaltungsgericht zu klagen. Unter anderem auch, weil die gleichzeitige Nutzung der Fußgängerzone von Öffis und Fußgängern meiner Meinung nach dort nicht zulässig ist."
Auch FDP-Ratsfraktionschef Patrick Döring (30) befürchtet Schlimmes: "Wenn die Limmerstraße Fußgängerzone wird, gaukelt man eine Sicherheit vor, die für Fußgänger nicht vorhanden ist. Das führt zu Unachtsamkeit und zu mehr Unfällen."

Diese Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung.