Bericht 16-03

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So., 04.03.2003, Limmer 10 wird abgerissen :
Künstler von "kunst in kontakt" suchen neue Räume

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Seit sieben Jahren haben die Künstler von kik (kunst in kontakt) eine kommunikative Kunst an die andere gereiht - zur Freude der Öffentlichkeit und zur eigenen Freude.

Ermöglicht hat ihnen dieses die Sparkasse, die ursprünglich ihre Filiale nebenan erweitern wollte.

Offensichtlich haben sich jetzt diese Pläne zerschlagen und ein Investor ließ sich auch nicht finden, was derzeit nicht untypisch für die Limmerstraße in diesem Bereich ist.

Sicherheitsprobleme im Haus erfordern nun Instandsetzungsarbeiten, die die Sparkasse nicht mehr tragen will.

Für die Künstler war es eine schöne Zeit. Sie sind der Sparkasse dankbar und es war von Anfang an klar, daß es eines Tages zu Ende sein würde.

Nun sucht der Verein nach einer neuen Bleibe, die ähnlich gute Kommunikationsmöglichkeiten mit der Öffentlichkeit bietet wie hier in der alten Limmer 10.

Wo das neue Domizil auch sein wird, übers Internet kann jederzeit Kontakt aufgenommen werden: kunst in kontakt

Klaus Öllerer
letzte Änderung: 02.03.2003


Die agilen Künstler von
kunst in kontakt - kik e.v.

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Limmer 10 gehört der Sparkasse Hannover und wird in Kürze verschwinden.

Gemeinsamer Dringlichkeitsantrag


An den Stadtbezirksrat,
die Bezirksbürgermeisterin im Stadtbezirk Linden-Limmer,
.- in die Sitzung am 26.02.03 / TISCHVORLAGE
Hannover, den 26.02.2003


DRINGLICHKEITSANTRAG
Gemäß § 11 der Geschäftsordnung des Rates in die nächste Sitzung des Stadtbezirkes Linden-Limmer am 26.02.03 zum Thema:

GEPLANTER ABRISS DES WOHN- & GESCHÄFTSHAUSES LIMMERSTR. 10 DURCH DIE SPARKASSE HANNOVER

Der Stadtbezirksrat Linden-Limmer beschließt:
1.   Der Rat und die Verwaltung der Stadt Hannover nutzen alle Möglichkeiten den durch die Sparkasse angekündigten Abriß des Wohn- und Geschäftshauses Limmerstr. 10 zu verhindern, solange nicht eine zeitnahe kurzfristige Bebauung des geräumten Grundstücks im Sinne des geltenden Bebauungsplanes sichergestellt ist.
2.   In diesem Zusammenhang bereits erteilte   Genehmigungen oder Zusagen der Stadtverwaltung werden unverzüglich zurückgezogen.
3.   Der Verwaltungsrat der Sparkasse wird gebeten sich für eine Problemlösung im Sinne einer   zukunftsorientierten Planung einzusetzen und so für   den   notleidenden Einzelhandelsstandort hier eine Vorbildfunktion im Umgang mit „Problemimmobilien" zu entwickeln.
Begründung:
Die Sparkasse hat nach dem Erwerb der seinerzeit vollvermieteten Immobilie zu Erweiterungszwecken, diese Pläne schließlich aufgegeben, auch die Planungen, selbst als Bauherrin tätig zu werden. Sie sucht nach eigenen Angaben seit nun sieben Jahren vergeblich nach Investoren und hat in dieser Zeit das Haus „entmietet" was so seit einigen Monaten leer steht. Gleichzeitig sind notwendige laufende Investitionen in das Gebäude unterblieben, so das der heutige schlechte Zustand in einer fehlenden Instandhaltung im Verlaufe des letzten Jahrzehnts durch die Eigentümerin Sparkasse selbst, zu suchen ist. - Diese ganz bewußten Unterlassungen können daher heute keinesfalls einen Abriß aus Sicherungspflichten begründen.
Andererseits hat die Stadt Hannover in den letzten Jahren mit Investitionen in Millionenhöhe dem Standort Limmerstraße einen Grundstock für eine zukunftsorientierte Entwicklung gelegt. Diese getätigten Investitionen gilt es nachhaltig zu sichern und zu schützen. - Insbesondere gegenüber Eigentümern deren Sichtweise bei der eigenen wirtschaftlichen Verwertung zu Ungunsten einer Gesamtentwicklung der Standorts endet!

Das Nahversorgungskonzept für die LHH (CIMA Herbst 2002) benotet diesen Bereich der Limmerstraße heute (noch) mit einer „glatten 4,0" und bemängelt: „Schwächen sind starke Trading-down-Tendenzen" und „negativ ist weiterhin, dass vorhandene Planvorhaben nicht umgesetzt werden, was die Investitionstätigkeit auch anderer Akteure lahmt".
Die Gutachter empfehlen daher:
„Erste Aktivitäten müssten den Leerständen gelten, indem z.B. Neuansiedlungen aktiv unterstützt werden, ein Leerstands- und Flächenmanagement initiiert wird, die (Zwischen-)Nutzung der Leerstände für Ausstellungen, kreative Plakatwerbungen oder anderweitige Nutzung organisiert wird, um den beobachteten Trend zu unterbinden. Weiterhin muss aktive Imagearbeit und Werbung für die Einkaufslage von der Händlerschaft organisiert und umgesetzt werden. Gemeinsame Aktionen und Feste müssen regelmäßig für Aufmerksamkeit sorgen. Dabei kann die Einbindung der örtlichen Kulturszene große Vorteile bringen."
Die Planungen der Sparkasse allerdings widersprechen so nicht nur allen eigenen Bekundungen nach einer „Unterstützung des Mittelstands", sondern auch völlig der Einschätzung der Gutachter, aber vor allem auch deren Handlungsempfehlungen, da angesichts der stagnierenden Lage auf dem Grundstücks- und Wohnungsmarkt mit einer weiteren langen Suche nach Investoren zu rechnen ist!
Die durch den Abriß zu befürchtende langfristige Baulücke mit allen weiteren Folgen ist daher strikt abzulehnen.

SPD Bündnis90/Die Grünen CDU PDS


Eine von vielen Kunstaktionen im Dezember 2001


Abschiedsparty und ein bischen Wehmut am Samstag, den 01. März

Zur Limmerstraße

Der Abriss der Limmer 10 und das entstehen einer Baulücke ist für die Limmerstraße kein gutes Zeichen.

Investoren haben derzeit kein großes Interesse ihr gutes Geld in diese Straße zu stecken.

Seit langem ist klar, daß die Geschäfte in der Limmerstraße nur von den Anwohnern in Linden-Nord nicht gut leben können. Kunden, die von außerhalb kommen sind lebensnotwendig.

Doch gerade das ist durch das Konzept Fußgängerzone Limmerstraße nur gewollt, wenn Bus, Bahn und Fahrrad benutzt werden.
Kunden, die mit dem Auto kommen, sollen draußen bleiben.
Das wurde oft genug propagiert.

Limmerstraße West - zwar nicht so hübsch, aber dafür ohne Fußgängerzone - scheint es besser zu haben: kaum Leerstand und immer attraktivere Geschäfte und Gastronomie.

Klaus Öllerer
letzte Änderung: 02.03.2003