Bericht 12-03

Archiv

 Berichte

Berichtsübersicht 2003  ....1  ....2  ....3  ....4  ....5  ....6  ....7  ....8  ....9  ...10  ...11  ...12  ...13  ...14  ...15  ...16  ...17  ...18  ,,.19  ...20
...21  ...22  ...23  ...24  ...25  ...26  ...27  ...28  ...29  ...30  ...31  ...32  ...33  ...34  ...35  ...36  ...37 ...38  ...39  ...40  ...41  ...42  ...43 
...44  ...45  ...46  ...47  ...48  ...49  ...50  ...51  ...52  ...53  ...54  ...55  ....56  ...57  ...58  ...59  ...60  ...61  ...62  ...63  ...64  ...65  ...66 
...67   ...68  ...69  ...70  ...71  Berichtsübersicht 2002 und früher

Nur im Internet.

So., 15.02.2003, Hochwasserkatastropheneinsatz in Müglitztal :
Klasse 11.1 der IGS-Linden erhält Bürgerpreis des Bezirksrates !
am Mi., 29.01.2003

Beitrag Kommentieren
Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionforum eingerichtet.

Home
Berichte (Alle)

Hochwasserkatastropheneinsatz in Müglitztal
von Rosa – Lee Himmer

Durch die Medien erfuhren wir, die 11. 1 der IGS – Linden, über die katastrophalen Auswirkungen der Jahrhundertflut in Sachsen.
Und auch wir wollten etwas tun, als sogenannte Null–Bock–Generation. Also beschlossen wir, direkt in das Katastrophengebiet zu fahren und mit anzupacken. Herr Altmann, unser Klassenlehrer unterstützte uns sofort, informierte die Elternschaft und organisierte unseren 4 -tägigen Einsatz in der Gemeinde Müglitztal.

Am Montag, dem 02.09.02, fuhren wir, ausgerüstet mit Gummistiefeln, Arbeitshandschuhen und Kleidung, um 9 Uhr in Hannover ab. Alle waren sehr gespannt, was uns dort erwarten würde. Nach 7 Stunden Fahrt kamen wir im Arche Nova-Camp in Maxen an.

Die Camp-Leitung war über unser Kommen sichtlich überrascht, da der Informationsfluss durch die dort herrschenden Umstände, noch nicht wieder funktionierte. Voller Tatendrang wollten wir gleich am ersten Tag arbeiten, doch die Helfertrupps waren bereits eingeteilt und zu ihrem Einsatzort gebracht worden. Also richteten wir uns ein. Einigen schliefen in Armeezelten und andere schlugen ihre eigenen Zelte auf. Nachdem wir gemeinsam gegessen hatten, informierte uns die Leitung über die Regeln im Lager und teilte uns unseren Einsatzort, Weesendorf, mit. In den nächsten drei Tagen standen wir um 7 Uhr auf, frühstückten und wurden um 9 Uhr mit einem Transporter zu den Einsatzorten gefahren. Unsere ersten Eindrücke waren noch schlimmer, als wir erwartet hatten.

Die Bahnschienen waren unterflutet, ganze Häuser durch das Wasser zerstört, Straßen waren kaum befahrbar. Vielerorts hatte sich eine dicke Schlammschicht von einem Meter gebildet. Wir räumten den angespülten Schlamm, Müll und abgebrochene Äste in Häusern, Waldgebieten und Kleingärten weg. Immer wieder kamen die Einwohner vorbei, erzählten von ihren schlimmen Erlebnissen, bedankten sich für unseren Arbeitseinsatz und verpflegten uns mit Lunchpaketen.

Nach 8 Stunden Arbeit, holte uns der Transporter wieder ab und brachte uns zurück in das Camp. Nach einer heißen Dusche und dem Abendessen, saßen wir abends gemeinsam am Lagerfeuer. Dort war Zeit, über die Geschehnisse des Tages zu reden.

Am Donnerstag, dem Tag unserer Abreise, fing es stark an zu regnen, wodurch der Bus, der uns zum Bahnhof bringen sollte, nicht mehr fahren konnte. Durch das schnelle Umorganisieren, von Herrn Altmann, riefen wir Taxen und erreichten nur knapp den Zug. Kaputt und müde kamen wir um 23 Uhr wieder in Hannover an. Unsere Eltern sammelten uns im wahrsten Sinne des Wortes ein. Unsere Reise hat viele positive Dinge bewirkt. Wir haben Menschen in Not helfen können, unser Klassenverband wurde gestärkt, und wir haben gelernt, die alltäglichen Dinge, wie ein eigenes trockenes und gemütliches Zimmer, wieder mehr zu schätzen.

Unseren Arbeitseinsatz dankten uns die Menschen der Gemeinde Müglitztal mit einer Urkunde.

Text: IGS-Linden mit komplettem Bericht


Bezirksbürgermeisterin Barbara Knoke überreicht den Bürgerpreis 2002, der mit 500 € dotiert ist.

© Copyright

Die Inhalte angeführter Links und Quellen werden von diesen selbst verantwortet.


Schaufeln, Schaufeln, Schaufeln !
Foto: IGS-Linden