Bericht 31

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1. Sitzung des neugewählten Bezirksrates am Mi., 21.11.2001
Der neue Bezirksrat: noch grüner, noch rotroter,....
SPD 9 (vorher: 9), Grüne 6 (5), CDU 4 (5), PDS 2(1)

 

Die Neue ist die Alte
Frau Barbara Knoke /SPD) ist auch wieder die neue Bürgermeisterin für Linden/Limmer
Rainer Grube (Grüne) wurde zum Stellvertreter gewählt.

Fußgängerzone Limmerstraße
Mehrheitlich stimmte der Bezirksrat der Vorlage der Verwaltung zur Teileinziehung der verbliebenen Teilstücke zu.
Der Bus jedoch soll nun nicht mehr durch die Fußgängerzone fahren.

Ein Kommentar hier weiter unten von Wolfgang Wegener.

HAZ 1 v. 28.11.2001 und gespeichert
HAZ 2 v. 28.11.2001 und gespeichert

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Das Team.

Linden-Nord/Limmerstraße:
Bezirksrat will große Fußgängerzone Limmerstraße

Der Bezirksrat Linden-Limmer beschloss in seiner Sitzung am 19. 11. 2001 die beiden noch befahrbaren offenen Stücke der oberen Limmerstraße für den Kfz-Verkehr zu sperren.

Die Einführung der Fußgängerzone Limmerstraße ist in Linden-Nord weiterhin umstritten. Bereits die erste Zone von Grote/Nedderfeldstraße bis Mathilden/Kochstraße wurde kurz nach ihrer Einführung von Oberbürgermeister Schmalstieg für 6 Monate in eine 30er Zone gewandelt. Die Fußgängerzone
wurde weder von Fußgängern noch von Fahrzeugführern richtig angenommen. Fahrzeuge durchfuhren die Straße wie gewohnt und nachts war sie zugeparkt. Mit deutlicher Markierung wurde die Fußgängerzone dann im Mai 2001 wieder eingeführt. Hauptbegründung der Lokalpolitik war das Ergebnis einer Bürgerbefragung, nach der sich 62% der Anwohnerinnen und Anwohner eine Fußgängerzone in der Limmerstraße wünschten. Allerdings sprachen sich 90% der lokalen Geschäftsleute dagegen aus, weil sie zu hohe Umsatzeinbußen befürchten, um ihre Geschäfte dauerhaft in der Limmerstraße betreiben zukönnen. Nach dem Wunsch des Bezirksrates Linden-Limmer soll in der Limmerstraße jetzt entsprechend des Bürgerwunsches eine komplette Fußgängerzone von Kötnerholzweg bis zum Küchengarten entstehen. Das Überqueren der Straße, das Befahren durch Anlieger, Lieferanten, Fahrräder und U-Bahnen soll dabei weiter gestattet bleiben. Der 700er Bus könnte nach
Vorstellungen der Politik allerdings über die Fössestraße und Kötnerholzweg umgeleitet werden. Ab 2002 sollen begleitend zur kompletten Fußgängerzone 160 Parkplätze, unter anderem in einem neuen teuren mechanischen Parkhaus in der Velberstraße, entstehen. Der Bezirksrat hofft, dass durch eine durchgehende Fußgängerzone verhindert werde, dass die Straße bzw. Fußgängerzone - wie zur Zeit - weiterhin von Autos durchfahren wird und von Fußgängern aus Sicherheitsgründen gemieden wird. Nicht zuletzt die U-Bahn ist mit oftmals weit über 30 km/h eine akute Gefahr für die Fußgänger.

Viele Unternehmen in der Limmerstraße fordern eine offene Straße, eine 30km/h-Zone. Diese Lösung sei während der Aufhebung durch OB Schmalstieg die einzig von allen Verkehrsteilnehmern angenommene Lösung. Eine Fußgängerzone, so wie sie bis jetzt von Politik und Verwaltung umgesetzt wurde, werde dagegen von den Menschen nicht angenommen. Zu viele Menschen bleiben weg, weil sie keinen Parkplatz finden und weil wichtige Geschäfte nicht mehr "schnell erreichbar" sind, oder bereits ganz weggezogen sind. Einig sind sich Wirtschaft, Verwaltung und Politik allerdings darüber, dass die Neugestaltung der Straße mit den neuen Laternen und den zusätzlichen Bäumen wirklich gelungen ist. Die Aktion Limmerstraße veranstaltete erst vor drei Monaten ein Straßenfest mit mehr als 10.000 Besuchern in der Limmerstraße. Aus dem Verein wurde auch die Aktion "Sauberes Linden" gegründet, in der sich Lindener Unternehmen für einen sauberen Stadtteil engagieren. Dennoch bleibt auf den ersten Blick das eigentliche Ziel der Fußgängerzone, eine Verbesserung der Lebensqualität für die Menschen in Linden, auf der Strecke. Die Verkehrsberuhigung hat nicht nur extremen Parksuchverkehr zur Folge, immer mehr Geschäfte schließen und bestehende Unternehmen finden keine Nachfolger.

Damit eine große Fußgängerzone in der Limmerstraße Erfolg hat und von den Menschen angenommen wird, sind begleitende Maßnahmen und eine sinnvoll koordinierte Übergangzeit notwendig. Die Politik hat es hier in der Vergangenheit versäumt, entsprechende Konzepte zu entwickeln. Die Unternehmen alleine können jetzt nicht die nötigen stadtplanerischen Aufgaben nachholen. In einer Zeit wirtschaftlicher Neuorientierungen mit so vielfältigen sozialen Problemen wie in Linden war es gewagt, eine funktionierende Einkaufs- und Erlebnisstraße zu einer Fußgängerzone umzuwandeln. Jetzt sind alle Beteiligten aufgefordert, sich gemeinsam und vor allem schnell und unkompliziert auf einen gehbaren Weg zu einigen, damit die Limmerstraße wieder "Lindens Lebensader" wird, ob mit oder ohne Fußgängerzone.

Wolfgang Wegener