Nur im Internet.

Home
Berichte (Alle)

© Copyright

Die Inhalte angeführter Links und Quellen werden von diesen selbst verantwortet.

Bericht 98

Archiv

 Berichte

Berichtsübersicht  2002  .133  .132  .131  .130  .129  .128  .127  .126  .125  .124  .123  .122  .121  .120  .119  .118  .117  .116  .115  .114
.113  .112 .111  .110  .109  .108  .107  .106  .105  .104  .103  .102  .101  .100  ..99  ..98  ..97  ..96  ..95  ..94  ..93  .92  ..91  ..90  ..89  ..87
..86  ..85  ..84  ..83  ..82  ..81  ..80  ..79  ..78  ..77  ..76  ..75  ..74  ..73  ..72  ..71  ..70  ..69  ..68  ..67  ..66  ..65  ..64  ..63  ..62  ..61  ..60
..59  ..58  ..57  ..56  ..55  ..54  ..53  ..52  51a  ..51  ..50  ..49  ..48  ..47  ..46  ..45  ..44  ..43  ..42  ..41  ..40  ..39  ..38  ..37  ..36  ..35  ..34
..33  ..32  ..31  ..30  ..29  ..28  ..27  ..26  ..25  ..24  ..23  23a  23b  23c  23d  23e  .23f  ..22  ..21  ..20  ..19  ..18  ..17  ..16  ..15  ..14  ..13
..12  ..11  ..10  ....9  ....8  ....7  ....6  ....5  ....4  ....3  ....2  ....1

So., 25.08.2002 :
Jahrhunderthochwasser  in  Linden:
1,50 m Wasserhöhe in Lindener Straßen - Über das Hochwasser von 1946 in Hannover

-> Diskussion dieses Artikels

Höchster Wasserstand der Leine seit 1841

Auszüge aus  „Neuer Hannoverscher Kurier“ von 1946, herausgegeben von den britischen Militärbehörden:

Dienstag 12. Februar 1946: “ Kampf gegen die Wassersnot. In der Nacht von Samstag zu Sonntag brach über die Bevölkerung Hannovers, besonders die Stadtteile Linden, Ricklingen, Glocksee, Limmer und Südstadt das schwerste Hochwasserunglück seit Menschengedenken herein. Der Wasserstand der sonst so zahmen Leine stieg zu einer bisher unvorstellbaren Höhe. Ein Riesenausmaß hatten auch die Wassermassen der Weser. Am Sonnabend stand der Pegel auf 7,88 m (Normalstand 1,20 m - Anm. der Redaktion) ....die Hochwasserschäden können nur durch entschlossenes zugreifen der gesamten Bevölkerung überwunden werden.
Hochwasser über Nacht. Eine Straßenbahn, deren Führer am Samstag von Hannover nach Linden zu fahren hatte, musste am Goetheplatz halten. Das Hochwasser machte der Fahrt ein Ende. Einige Männer; die nicht mehr nach Hause konnten, beschlossen die Nacht in diesem Wagen zu verbringen.....an der Glocksee hockten etwa zehn Männer auf dem Dach eines Autos, umbrandet von einer tiefen, reißenden Strömung, welche die Motorhaube verdeckte...  wohl waren warnende Hochwassermeldungen eingetroffen, aber mit einem Unglück in solchem Ausmaße konnte niemand rechnen. Am Sonntag morgen jedoch stand das Wasser in den tiefer gelegenen Straßen Lindens 1,50 bis 1,65 Meter hoch ..... am Weddigenufer überströmte die Leine die Dämme und vereinte sich mit den Wassern der Ihme.... beim Dornröschen kommen zwei Mensch in den Fluten ums Leben.. . in der Braunstraße erreichte die Höhe des wie ein Wildbach einströmenden Wassers 2 ½ Meter Höhe...schwere Schäden sind angerichtet worden unter den eingelagerten Lebensmitteln, aber auch wertvolles Material, das für den Wiederaufbau von Wohnstätten bereit lag, ist abgeschwemmt oder unbrauchbar geworden..... in vielen Haushalten sind die Brennstoffvorräte völlig durchnässt und unbrauchbar, die Lebensmittelvorräte vernichtet.
Voraus ging alldem ein Dauerregen von 10 Tagen mit Niederschlagsmengen von 38mm an einem Tage (17mm weniger als der Monatsdurchschnitt), es ging das Gerücht um, der Damm der Sösetalsperre sei gebrochen.
...
Am Sonntagnachmittag wurde aus Grasdorf berichtet , dass das Wasser um 6 Zentimeter gefallen sei, und am Montag war der Wasserspiegel bereits um 1 Meter gesunken. Der Höhepunkt der großen Flut liegt nun hinter uns. Nun heißt es für alle, anzupacken und denen zu helfen, die vom Unglück betroffen wurden.“

Liebe LeserInnen, dieses sind Originaltexte aus der ersten Nachkriegszeitung Hannovers. Ich möchte dem nichts hinzufügen.
evi.schaefer
 


Am CAPITOL am Schwarzen Bär gab es mal eine Hochwassermarke, die trotz intensiven Suchens jetzt nicht mehr aufzufinden war. Die Marke zeigte einen Wasserstand, der eher bei 2 m lag, als darunter. So jedenfalls die Erinnerung von Zeugen.


Auffahrt zum Lindener Berg: Ein Fluchtweg für alle Fälle bei Extremhochwasser.

_


Der Schwarze Bär: Diese Autos wären 1946 in den Fluten versunken.

Die notwendige Debatte:
Ist der Mensch am Hochwasser schuld ?
siehe Stand 2016:
KlimaKontroverse.de

Das Hauptproblem beim Bewerten von gegenwärtigen Extremwetterlagen ist die ungenügende Datenbasis der Vergangenheit. Systematische Wetteraufzeichnungen gibt es erst seit ca. 1860, davor sind Meßwerte lediglich dünn gestreut.

Es wird jedoch immer deutlicher, daß es Klimazyklen gibt, die in Jahrzehnten, Jahrhunderten und Jahrtausenden wirken und daher nur schwer zu erfassen sind. Wenn man über menschliche Ursachen nachdenkt, sollte man mindestens folgendes berücksichtigen:

Hochwasserzyklen:
Es gibt im Rythmus von Jahrzehnten zunehmende und abnehmende Hochwasser-Häufigkeiten. Für den Main existiert eine Grafik, die bis ins 16. Jahrhundert zurück reicht. Seit ca. 1950 befinden wir uns danach in einer Phase der zunehmenden Hochwässer. In den 1840’ern gab es ein absolutes Maximum an Hochwässern.
(
Focus 34/2002, S. 84 - gibt’s wohl nur noch in der Papierausgabe)

Temperaturerwärmung
Seit 1850 befindet sich unser Globus in einer Warmphase. Solche Warmphasen fanden in der Vergangenheit alle 900 bis 1500 Jahre statt und hatten ähnliche Temperaturen wie heute (Mittelalter, Römisches Reich, etc.)
Grafik

CO2 - Treibhausgas Nr 1 ?
Es gibt einen natürlichen Treibhauseffekt von ca. 33 Grd, ohne den die Erde im Mittel -18 Grd kalt wäre. Wasserdampf hat den überragenden dominanten Einfluß. Das menschliche CO2 hat (rechnerisch) lediglich einen Anteil von 1,2 % an diesen 33 Grd ! Geringfügige Änderungen beim Wasserdampf und in der Bewölkung sind erheblich wirksamer als starke CO2-Veränderungen. Im Gegensatz zum Wasserdampf konnte ein unmittelbarer Treibhauseffekt durch dieses CO2 bisher nicht nachgewiesen werden.

Es kann sein, daß fast die gesamte angegebene Temperaturerhöhung in den letzten Jahrzehnten keine menschlichen Ursachen hat.
Die wissenschaftliche Auseinandersetzung darüber gewinnt weltweit an Fahrt.
Zurückhaltung bei der voreiligen Umsetzung von langfristigen Lösungskonzepten erscheint angesichts der dünnen und widersprüchlichen Faktenlage geboten.

klaus.öllerer
email:
Klaus.Oellerer@oellerer.net

letzte Änderung: 29.08.2002
07.02.2016:
KlimaKontroverse.de hinzugefügt