Bericht 97

Archiv

 Berichte

Berichtsübersicht  2002  .133  .132  .131  .130  .129  .128  .127  .126  .125  .124  .123  .122  .121  .120  .119  .118  .117  .116  .115  .114
.113  .112 .111  .110  .109  .108  .107  .106  .105  .104  .103  .102  .101  .100  ..99  ..98  ..97  ..96  ..95  ..94  ..93  .92  ..91  ..90  ..89  ..87
..86  ..85  ..84  ..83  ..82  ..81  ..80  ..79  ..78  ..77  ..76  ..75  ..74  ..73  ..72  ..71  ..70  ..69  ..68  ..67  ..66  ..65  ..64  ..63  ..62  ..61  ..60
..59  ..58  ..57  ..56  ..55  ..54  ..53  ..52  51a  ..51  ..50  ..49  ..48  ..47  ..46  ..45  ..44  ..43  ..42  ..41  ..40  ..39  ..38  ..37  ..36  ..35  ..34
..33  ..32  ..31  ..30  ..29  ..28  ..27  ..26  ..25  ..24  ..23  23a  23b  23c  23d  23e  .23f  ..22  ..21  ..20  ..19  ..18  ..17  ..16  ..15  ..14  ..13
..12  ..11  ..10  ....9  ....8  ....7  ....6  ....5  ....4  ....3  ....2  ....1

Nur im Internet.

Home
Berichte (Alle)

Die. 24.09.2002 :
Die neueste Entwicklung um das Jugendzentrum Posthornstraße

HAZ vom 24.09.2002 :
"Walter wechselt Sozialarbeiter aus
   Im Fall „Artur" ist die Jugendverwaltung jetzt aktiv geworden: Der zwölfjährige Junge, der ungehindert offenbar mehr als 50 Straftaten begehen konnte, wird nun in einer „pädagogischen Einzelmaßnahme" intensiv betreut." ->
mehr   
„Wir müssen von vorn anfangen"
"Mag die Kritik am Jugendzentrum Posthornstraße von außen immer lauter werden, drinnen stehen die Jugendlichen nun umso mehr zu den Betreuern." ->
mehr

© Copyright

Die Inhalte angeführter Links und Quellen werden von diesen selbst verantwortet.

Fr. 30.08.2002 :
Ein Besuch im Jugendzentrum Posthornstraße
Was machen die eigentlich ?

Hier geht's zum Interview mit Thomas Ganz, dem Beauftragten für Jugendsachen der Polizei, zur Jugendarbeit in Linden und dem Jugendzentrum Posthornstr.

Das Jugendzentrum liegt in Linden-Mitte, ganz in der Nähe zu Linden-Süd, einem Stadtteil mit vielen Jugendproblemen.

Gleich beim Eintritt fällt es auf: Hier ist alles sauber und gut gepflegt. Alles steht an seinem Platz.

Am Eingang befindet sich eine Pressetafel mit Zeitungsausschnitten. Auf den ersten Blick scheinen Meldungen zu Themen wie Krieg in Afghanistan und im Irak kritisch zu dominieren. Mir fällt kein Artikel zu den Terroranschlägen auf. Außerdem gibt es Sportmeldungen.

Das Jugendzentrum Posthornstraße ist eine städtische Einrichtung und wird von den beiden Sozialarbeitern Herrn Musgnug und Herrn Yeter zusammen mit der Erzieherin Frau Delgado im Team geleitet.

Im Gespräch mit den beiden Sozialarbeitern ist zu erfahren:

Ca. 30-50 Jugendliche besuchen regelmäßig die Einrichtung, ca. 20% sind Deutsche. 10-15 Jugendliche nehmen regelmäßig an der Hausaufgabenhilfe teil. Man betreibt eine Drogenprävention in eigener Regie und ausdrücklich ohne Teilnahme der Polizei.
" Die Polizei hat andere Aufgaben. Die sollen ermitteln. Wir machen Sozialarbeit." erfahre ich von Herrn Yeter. Mit dieser Position steht das Jugendzentrum inzwischen allein im Staddteil. Für andere Jugendeinrichtungen ist die Zusammenarbeit mit der Polizei normaler Bestandteil der Arbeit geworden (
Interview mit Herrn Ganz).

Hier ist man stolz darauf, daß erfolgreich keine Drogen im Jugendzentrum geduldet werden. Jeder Neuling wird erst einmal zum halbstündigen Gespräch gebeten. Ein Fall von vier Drogenkonsumenten wurde derart betreut, daß diese Jugendlichen inzwischen auf dem Weg von guten Schulabschlüssen und Ausbildungen gebracht wurden. Vier ehemalige Mitglieder der Leinau-Gang wurden hier integriert.
Manchmal geht man auch zu Spielplätzen, um sich um Jugendliche zu kümmern.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Arbeit sind folgende Themen:
Rassismus, Faschismus und Krieg, Ausländerrecht, Kriegsdienstverweigerung, Drogen- und Gewaltprävention.

"Ich kenne keine Jugendeinrichtung, die mit Haupt- und Realschülern Theaterveranstaltungen besucht.", führt mit erkennbarem Stolz Herr Yeter aus.

Die Liste der besuchten Veranstaltungen wirkt allerdings etwas einseitig :
"Dirty Dishes" - über illegal Beschäftigte
"Tagebuch eines Skinheads in Istanbul"
"Die Tinte unter meine Haut" - Geschichte der Sinti und Roma.
"7 Leben" - Kinder und Jugendliche Asylbewerber stellen ihr Leben dar.
"Nationalismus, Rassismus und Krieg" - Referat eines Widerstandskämpfers.

Zusammenarbeit mit Schulen:
Die regelmäßige Zusammenarbeit mit der IGS-Linden und der Hauptschule Fössefeld ist seit Jahren Bestandteil der Arbeit und gehört zur "Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe".
Jeweils einen Tag pro Woche engagieren sich beide Sozialarbeiter in diesen Schulen.

Der Titel "Schule gegen Rassismus", der der IGS-Linden verliehen wurde, ist unter maßgeblicher Beteiligung des Jugendzentrums erreicht worden, verlautet aus der IGS.

Aus der Fösseschule ist zu erfahren, daß die Beratung zum Ausländerrecht angenommen wird und da es auch Treffen im Jugendzentrum gibt, würden die Jugendlichen leichter reden als in der Schule.
Vereinzelt gibt es auch Kontakte zu den problematischsten Jugendlichen. Insgesamt aber zielt die Arbeit auf mittlere Jugendliche mit halbwegs normalen Problemen ab.

Ein Konzept, nach dem das Jugendzentrum arbeitet, war nicht zu erhalten. Sei es, weil es keins gibt und/oder weil man es nicht (über halloLinden.de ?) öffentlich machen wollte.


Die Jugendlichen posieren gerne.


Im großen Aufenthaltsraum.


Hier wird auch Schach gespielt: Jede Figur steht akkurat auf seinem Platz.

Angebote im Jugendzentrum:

Hausaufgabenhilfe, Schach, Billard, Krökeln, Computer, Basketball, Fußball, Fotolabor, Bücherei (deutsch/türkisch), Tanzen


Konsequent.


Sozialarbeiter Frank Musgnug macht sich warm.


Pascal schießt.


Kenan dribbelt.


Sozialarbeiter Dogan Yeter (rechts) spielt mit.