Geht Linden den Bach runter? Kann niemand etwas dagegen tun ? Es klingt fast so, wenn man die Tageszeitungen liest. Doch ich weiß es besser. Seit einiger Zeit arbeite ich in der Bürgerinitiative "wir für sie- sauberes Linden" mit. Auslöser war die chaotische Müllsituation in meiner Straße und ein Hinweis von halloLinden.de auf die nächste Zusammenkunft der „Müllrunde". Dort wurde ein Ortstermin mit
der Abfallwirtschaft vereinbart (Tel. 168- 4 78 72, ab morgens um sieben anrufen, hartnäckig bleiben). Innerhalb von einigen Tagen fand das Treffen in der Ahlemerstraße statt. Vor Ort ließ sich vieles leichter erklären, die wahllos auf den Bürgersteig geworfenen gelben Säcke, überfüllte Restmülltonnen, Altpapier auf Türschwellen. Allen Bürgern bekannt, aber jetzt ganz konkret angesprochen. Was dann folgte war harte Aufklärungsarbeit in dieser Straße: Abholtermine verteilen, gelbe Säcke wieder
in die Häuser zurück stellen, mit den Bewohnern reden. Das Problem scheint jetzt gelöst zu sein, ganz wichtig: es darf nicht ein ein einziger Müllsack draußen stehen, sonst stehen dort in kurzer Zeit mehrere! Die Leute machen gerne mit, es entwickeln sich oft Gespräche, man lernt seine Nachbarn kennen, rückt wieder etwas näher zusammen. Jeder kann etwas tun- freiwilliges Engagement bewirkt so viel! Durch meine Zeitungsarbeit habe ich Einblick in die Arbeit vieler Initiativen hier in
Linden gewinnen dürfen und immer wird etwas erreicht. Gesamtgesellschaftliche Probleme können wir nicht lösen, aber wenn ich bei einer Bürgerbefragung höre, dass der Ärger über den allgegenwärtigen Müll Bürger verschiedenster Nationalitäten erfasst, erkenne ich einen gemeinsamen Ansatz. Es gibt hier in Linden sehr wohl ein „Wir"- Gefühl, es gibt multikulturelle Hausgemeinschaften, es gibt Nachbarn, die hinsehen und sich kümmern, unsere Bezirksräte haben Zeit für unsere Sorgen
und für eigene Ideen gibt es immer genug Platz- jeder ist willkommen. Und Linden ist im Aufbruch!
evi.schaefer
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