Bericht 112

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Mi., 25.09.2002, Was wird aus dem Conti-Gelände in Limmer ?
Veranstaltung mit den Investoren im Gemeindesaal von St. Nikolai.
Mehrere hundert Bürger waren erschienen.

Im Jahre 2000 stellte die Conti AG endgültig ihre Aktivitäten im Werk Limmer ein. Nach dem im Mai 2002 nun das Gelände von der eigens hierfür gegründeten Wasserstadt Limmer GmbH & Co. KG gekauft wurde, wird es spannend. Was geschieht mit der Industriebrache ?

Das fragten sich auch die nahezu dreihundert Bürger aus Limmer, die zur Informationsveranstaltung Stadtentwicklung "Conti-Limmer" im Gemeindesaal der St. Nikolai Gemeinde erschienen waren.

Die Wasserstadt Limmer GmbH & Co KG war der einzige Bewerber um das Gelände und erhielt auch im Mai 2002 den Zuschlag. Bestandteil des Kaufvertrages ist die Übernahme aller Sanierungsrisiken des Geländes. Die Gesellschaft war mit gleich drei Vertretern anwesend, die auch die drei Anteilseigner (siehe Wasserstadt Limmer) repräsentieren.

Es wird von einem Zeithorizont von 10-15 Jahren ausgegangen bis das Gelände vollständig erschlossen ist. Es gibt bisher lediglich formulierte Ziele (siehe Planungsziele), die in einer vorgezogenen Bürgerbeteiligung angepaßt werden können. Anschließend in 2003 ist ein Architektenwettbewerb geplant, in dem ein Bebauungskonzept gefunden werden soll (siehe Zeitschiene).

Von früheren Vorstellungen auf dem Gelände intensiven Geschosswohnungsbau zu betreiben wurde inzwischen Abstand genommen, da es nicht mehr der Lage am Wohnungsmarkt entspricht. Geplant sind nun ca. 500 Eigentums- und Geschosswohnungen für 1000-2000 Bewohner. Nach Möglichkeit sollen vorhandene Gebäude genutzt werden, was aber aufgrund der Belastung nicht immer einfach ist.

Es wurde von der Möglichkeit Fragen zu stellen reger Gebrauch gemacht.
Im Zuge der vorgezogenen Bürgerbeteiligung wird es noch ausgiebig Möglichkeiten geben angeschnittene und neue Themen zu vertiefen.

Der nächste Termin ist die Bezirksratssitzung am 23.Oktober, 19:00, im Freizeitheim Linden.
Dort wird die "Beschlußdrucksache zur Auslage der allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung" diskutiert.

Herr Krier vom Stadtplanungsamt führte professionell durch die Veranstaltung. Fragen aus dem Publikum wurden vor der Beantwortung wiederholt, damit sie auch alle verstehen konnten.

klaus.oellerer
Bilder: evi.schaefer, klaus.oellerer

P.S.: Alle Angaben ohne Gewähr. Dieser Bericht entstand durch intensives Mitschreiben auf der Veranstaltung - ohne Vorkenntnisse. Die Redaktion ist über Mitteilungen von evtl. notwendigen Korrekturen oder Ergänzungen sehr dankbar.

letzte Änderung: 26.09.2002


Das Conti-Gelände: eingegrenzt von Kanälen an zwei, Stockhardtweg und Wunstorfer Straße an den anderen Seiten.
- Plakat auf der Veranstaltung

© Copyright

Die Inhalte angeführter Links und Quellen werden von diesen selbst verantwortet.


von Links nach rechts:
Herr Kier (Stadtplanungsamt),
Wasserstadt Limmer GmbH & Co KG:
Herr Dr. Zingk (GP Günther Papenburg AG), Herr Back (NILEG), Herr Cording (Umweltschutz Nord)


Herr Kastner, Stadtplanungsamt


Ein erster Entwurf des Stadtplanungsamtes
- Folie auf der Veranstaltung

Bisherige Planungsziele, vorgestellt von Herrn Kastner vom Stadtplanungsamt:

  • Revitalisierung des brachliegenden Conti-Geländes incl. nördlicher Kleingärten.
  • Überwiegend Wohnbauflächen für Geschosswohnungen und Einfamilienhäuser. Zeitrahmen: ca. 15 Jahre
  • Teilfläche für eingeschränkte gewerbliche Nutzung
  • Nahversorgungszentrum unter Auschluß großflächigen Einzelhandels
  • Grünflächen eines Stadtteilparks und wichtiger Wegeverbindungen
  • Grundstücksfläche für Kindertagesstätte
  • Gebäudeerschließung und Wegeverbindung zur Wunstorfer Straße
     


Der Wasserturm steht unter Denkmalschutz
- Plakat auf der Veranstaltung

Die Zeitschiene:

  • vorgezogene Bürgerbeteiligung mit Planungszielen
  • Architektenwettbewerb in 2003
  • Bebauungsplan Ende 2004
  • Abbruch, Sanierung, Erschließung bis 2006
  • Vermarktung bis 2012
     

Wasserstadt Limmer GmbH & Co KG

Drei Anteilseigner bilden zu gleichen Teilen die Eigentümer der Gesellschaft. Das Ziel ist ein vermarktungsfähiges Produkt "Boden" des Conti-Geländes herzustellen. Alle Risiken der Sanierung sind von der Conti auf die Wasserstadt Limmer übergegangen, womit ein hohes Risiko eingegangen wird. Es ist davon auszugehen, daß dementsprechend natürlich auch ein hoher Ertrag beim Verkauf erwartet wird.

Die Bebauung ist nicht das Unternehmensziel der Wasserstadt Limmer, sondern der marktfähige Boden.

Die Anteilseigner sind zu gleichen Teilen:


Großer Andrang


Bürger fragen.

25. Mai 2002, Presseerklärung der NILEG zur Erwerbung des Conti-Geländes:
Private Investoren erwerben
Conti-Gelände in Limmer

Wohnen und Arbeiten am Wasser

Hannover-Limmer. Die Projektgesellschaft "Wasserstadt Limmer" erwirbt von der Continental AG das ehemalige Werksgelände im hannoverschen Stadtteil Limmer. Vertreter des Konsortiums aus NILEG, Papenburg AG und Umweltschutz Nord unterzeichneten heute den Kaufvertrag. Über den Kaufpreis wurde zwischen den Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart. "Die Stadt Hannover hat hervorragend mit dem Konsortium zusammengearbeitet und viel zum Zustandekommen des Projektes beigetragen", sagte NILEG-Geschäftsführer Henning Storck.

Auf dem 23 Hektar großen Gelände an der Wunstorfer Straße entstehen zu 70 Prozent Wohnraum und zu 30 Prozent Gewerbe. Die Gesellschaft investiert rund 40 Millionen Euro in die Umwandlung der ehemaligen Industriebrache zu einem modernen Standort für Wohnen und Arbeiten. "Das Konsortium spiegelt die Kompetenz wider, die für ein Projekt dieser Art nötig ist", sagte Hannovers Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg.

Einzigartig ist die malerische Lage der künftigen Wasserstadt mit dem Stichkanal Linden auf der einen und dem Leineverbindungskanal auf der anderen Seite des Geländes. Bis 1999 hatte die Continental AG in Limmer eine Formen- und Maschinenfabrik betrieben und technische Gummiprodukte hergestellt. Im ersten Schritt werden nun Architektenteams in einem städtebaulichen Wettbewerb Konzepte für das Areal entwickeln. Das Ergebnis bildet die Grundlage für das anschließende Bebauungsplan-Verfahren. Ein Teil der Bebauung bleibt auf dem Gelände erhalten. Die Stadt Hannover übernimmt fünf Gebäude an der Wunstorfer Straße und wandelt sie zu einem Existenzgründerzentrum um.


Dieses Gebäude ist für eine Wohnnutzung sehr stark belastet. Die Nutzung als Parkhaus wird noch geprüft. Die internen Abstände der Pfeiler sind zu schmal.