Viele Lindener Einwohner feiern seit dem 5./6. November ihr großes Fest. Im DERMAN BAZAR erfuhr ich durch Esra und Nancy viel über diese islamische Tradition.
Weil sich die muslimische Zeitrechnung am Mondkalender und nicht an der
Sonne orientiert, verschiebt sich der Fastenmonat mit jedem Jahr - der Mondmonat hat nur 28 Tage.
Wer fastet tut dies von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, somit sind die zu fastenden Tage im Winter kürzer als im Frühling oder im Sommer. Der Beginn des arabischen Ramadan richtet sich nach der Sichtung der schmalen Mondsichel in Saudi – Arabien, der türkische Ramazan nach dem hiesigen Mond. Dadurch beginnt der Fastenmonat an jeweils zwei aufeinanderfolgenden Tagen.
Esra
berichtete über einige Gründe des Fastens: die Menschen sollen Entbehrungen lernen. Und es ist auch das nachempfundene Leid zweier Kinder, die in der Wüste als Opfergabe ausgesetzt wurden.
Esra: „Zu Beginn des Ramazan wird an die Armen gedacht, alle sollen feiern können. Streitigkeiten werden geschlichtet, alle sollen versöhnt sein."
Das Fastenbrechen am Abend, das Iftar, wird mit besonderen Speisen in der Familie und mit Freunden gefeiert. Nancy berichtet aus Frankreich, wo
abends auf den Straßen beim Iftar Hammel am Spieß brutzeln.
Werden türkische Haushalte auch geschmückt, wie es bei uns zu Weihnachten üblich ist? „Traditionell nicht," so Esra, „aber Lichterketten sind zum Beispiel hier und in der Türkei sehr beliebt"
Das Seker Bayrami, das Zuckerfest, bildet den Abschluss des Fastenmonats und wird ausgelassen gefeiert. Es gibt schaurig süße Leckereien, BAKALA und LOKUM, Geschenke, Geld, neue Kleider. Wie bei unserem Weihnachtsfest beginnt die
Feier mit einem Festtagsgebet und die ganze Familie kommt zusammen.
Liebe Nachbarn: BAIRAMIN KUTLU OLSUN, wir gratulieren zum Fest.
evi.schaefer
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