02.02.2002 "Sag mir, wo die Dealer sind, wo sind sie geblieben ?" Eine hoffnungsvolle Wende im Kampf der Polizei gegen die Dealerszene neben dem FAUST-Gelände. Bis vor kurzem waren neben dem FAUST-Gelände so gut wie immer eine Handvoll mutmaßlicher Drogendealer zu finden. Im "Ameisenhandel" wurden jeweils kleine Mengen an Heroin, Kokain und Hasch abgesetzt. Auf den umliegenden Flächen für Kinder gab es immer wieder Funde von Drogenbestecken. Die mutmaßlichen Dealer sind nun bis auf einige Ausnahmen verschwunden und dafür gibt es einen
Grund. Die Polizei hat im Dezember/Januar intelligent zugeschlagen. Vier mutmaßliche Dealer wurden verhaftet. Sie werden beschuldigt Drogen an Kinder und Jugendliche verkauft zu haben. Das gilt hierzulande als Verbrechen. Dadurch wird eine Abschiedung auch von Asylbewerbern möglich, die mit einer deutschen Frau verheiratet sind. Diese Verhaftungen
sind das Ergebnis einer veränderten Polizeistrategie seit April/Mai 2001 mit folgender Bilanz: 50x Aktionen insgesamt, davon ca. 20 Aktionen mit repressiver Zielrichtung, 94x Identitätsfeststellungen, 69x Platzverweise, 9x Strafanzeigen und schließlich die genannten vier Verhaftungen mit dem Ziel der Abschiebung der Dealer in ihre afrikanischen Heimatländer. |