Bericht 26

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03.10.2001:
Besuch in der Moschee des Türkischen Kulturvereins e.V. in der Fössestraße


In der Moschee:
Besucher mit dem Vorsitzenden des Vereins Herrn Güngör (Mitte).
Der Blick auf die Wand zeigt präzise in Richtung Mekka.

Der Anfang ist das Schwierigste
Häufig bin ich an der Moschee in der Fössestraße vorbeigekommen und oft habe ich den Wunsch verspürt mal hineinzugehen. Aber immer war da ein spontanes Gefühl der Fremdheit und auch der Ablehnung in mir.
Islam, Gotteskrieger, fanatisierte Massen - ist das nicht irgendwie alles dasselbe ? Wollen die überhaupt Kontakt mit Nichtmuslimen und wenn doch, tun die dann vielleicht nur so tolerant, wollen aber in Wirklichkeit nur allen ihren Glauben aufzwingen ?
Nun war ich in früheren Jahren beruflich in Saudi Arabien gewesen und habe den Islam dort von seiner eher intoleranten Seite kennengelernt.
Also - alles Gründe endlich einmal einen Besuch in die Moschee in meiner Nähe zu wagen und die Muslime hier kennen zu lernen.
Der bundesweite Tag der offenen Tür bot nun endlich den Anstoß dazu.
Der erste Kontakt
Erste Überraschung:
Das Haus ist nicht nur eine Moschee, sondern ein Kulturzentrum mit Friseur, Gastraum und getrennten Gebetsräumen für Männer und Frauen - also eine Art Heimathaus.
Der Koran wird in türkisch gelehrt. Nur einzelne Suren werden in arabisch rezitiert.
Männer und Frauen beten in getrennten Räumen.
Der Verein hat 92 Mitglieder (alles Türken) und lebt von Beiträgen und Spenden.
Besucher werden herzlich aufgenommen.
Man spricht sich warm.
Nach einem Rundgang saßen wir - fünf Besucher und zwei Gesprächspartner des Vereins - zum Gespräch im Gastraum. Immer wieder kamen neue Besucher zum Tag der offenen Tür.
Neben allgemeinen Fragen zu Moscheen und dem Islam ging es bald zur aktuellen Lage.
"Die Terroristen von New York haben nichts mit dem Islam zu tun, sondern mißbrauchen ihn für ihre eigenen Zwecke. Terrorismus ist ein Verbrechen.", so antwortet glaubwürdig Frau Mermestas.
Es werden auch noch andere heikle Themen angesprochen, die das Zusammenleben der Kulturen betreffen.
Da ich das Gefühl habe mit meinen muslimischen Gesprächspartnern über eine Menge Themen reden zu können, beschließe ich mir ihre Adressen geben zu lassen und den Gesprächsfaden zukünftig wieder aufzunehmen.

03.10.2001
Klaus Öllerer

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Die Inhalte angeführter Links und Quellen werden von diesen selbst verantwortet.


Der Imam beim Religionsunterricht mit Kindern.


Besucher und Vertreter der Moschee im anregenden Gespräch. Kritische Fragen wurden offen diskutiert.


Frau Mermestas (links) ist eine angenehme und intelligente Gesprächspartnerin. Sie ist auch Vorsitzende des Türkischen Elternverbandes Niedersachsen.

Auszug aus dem Faltblatt zum "Tag der offenen Moschee":

"... Muslime in Deutschland wollen nicht missionieren. Der Koran kennt Zwang in der Religion nicht. Muslime in Deutschland engagieren sich für mehr Toleranz für die eigene Lebensweise und Ausübung ihrer Religion im Rahmen der gesellschaftlichen Möglichkeiten, Rechte und Gesetze.
Für die meisten Muslime hierzulande - deutsche, eingebürgerte wie ausländische Muslime - ist Deutschland Heimat. Ihre islamische Lebensweise und der Pluralismus dieser Gesellschaft sind für sie keine Gegensätze.
Muslime in Deutschland fühlen sich als Deutsche und Europäer und wollen am gesellschaftlichen Prozess in Deutschland und in Europa teilhaben...."

überreicht durch:
TÜRKISCHES KULTURZENTRUM e.V.
HANNOVER TÜRKKÜLTÜR MERKEZ
Fössestraße 41-43 30451 Hannover
 


Der Gastraum des Kulturzentrums


Das Gebäude wurde für viel Geld renoviert und macht innen einen sauberen und gut geführten Eindruck.
(Vorher war hier ein heruntergekommener Gebrauchtmöbelmarkt.)

Wer zu diesem Thema ebenfalls etwas schreiben möchte, kann das hier tun.
email:
Redaktion@halloLinden.de