Geschäftsleute 15.03.2001

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Gespräch zwischen der Bezirksbürgermeisterin B. Knoke und der Verwaltung einerseits
und den
Geschäftsleuten der Limmerstraße andererseits
vom 15.03.2001 im Freizeitheim Linden
.

Anwesend: B. Knoke, Vertreter der Verwaltung, ca. 50 Gewerbetreibende, einige Bezirksräte, Presse
Verwaltung: Gerhard Kumm-Dahlmann (Tiefbauamtsleiter), Uta Boockhoff-Gries (Baudezernentin), Herr Fellmann (Tiefbauamt)

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Information - Tiefe Besorgnis - Kleine provokative Demo

Einzelne Ausgewählte Inhalte:

Information: Das Konzept der Verwaltung
Die Folien des Vortrages von Herrn Fellmann (Tiefbauamt) werden erst auf der Bezirksratssitzung am 28.03.2001 zur Veröffentlichung zugänglich. Daher erfolgt hier nur eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.

1. Die Wiedereinrichtung der geteilten Fußgängerzonen Limmerstraße erfolgt Anfang Mai, so wie sie bereits im Oktober/November 2000 erfolgt war, jedoch diesmal mit veränderter, deutlicherer Beschilderung.
Dazu werden im Vorfeld die Flächen in der Velbertstraße und in der Elisenstraße als Parkplätze ( fast 100) eingerichtet.
Das Parken in den Fußgängerzonen wird verboten, der Anlieferverkehr in bestimmten Zeiten erlaubt. Anlieger können jederzeit zu ihren Häusern fahren, wenn die Fahrzeuge in den Häusern verschwinden.
An allen Einmündungen der Seitenstraßen werden 2-4 Kurzzeitparkplätze (Parkscheibe) eingerichtet.
Möglichst viele Seitenstraßen werden in beiden Richtungen befahrbar gemacht.
Die Limmerstraße kann von den Seitenstraßen aus gequert werden.

2. Das Umwidmungsverfahren für die Teilstücke, die noch keine Fußgängerzone sind, wird durch den Rat der Stadt eingeleitet.
Erst nach Baubeginn oder Errichtung eines Parkhauses in der Velbert Str.- 2,2 Mio DM (?) werden bereitgestellt - wird die Umwidmung dieser Teilstücke vollzogen, so daß dann die ganze Limmerstraße zwischen Küchengarten und Kötnerholzweg eine Fußgängerzone sein wird.

Tiefe Besorgnis: Geschäftsleute
Zum Beispiel Herr Wolf (durchaus stellvertretend für viele) :

"Mein Name ist Wolf und ich betreibe auf der Limmerstraße ein Schreibwarengeschäft.
...
Wenn 400 Fahrzeuge pro Stunde die Limmerstraße passieren und nur 10 oder 20% halten an und kaufen bei uns ein, was sehr sensibel ist, was man überall kaufen kann. Sie können an jeder Ecke Schreibwaren kaufen.
Und wir verlieren 10 oder 20%, dann haben Sie uns kaputt kalkuliert.
Das muß man ganz öffentlich mal sagen.
Gestern ist ein Kunde bei mir gewesen und hat gesagt: "Herr Wolf, wir überlegen uns die Limmerstraße zu verlassen."
Wir leben nicht nur von den Kunden aus der Limmerstraße und den Querstraßen.
Meine Damen und Herren, das muß man klar machen. Wir haben Kunden von Randbezirken. Auch wenn viele Leute, die hier sitzen, daß schon oft gehört haben und sagen: Das stimmt nicht. Es ist aber so.
Sie kommen aus Ricklingen, Davenstedt und Ahlem - überall her. Wir brauchen diese Kunden, sonst darf ich noch mehr Personal freisetzen.
Meine Damen und Herren, das sollte man sich klar machen.
Ich bin nicht der Einzige, der darüber klagt. Es sind noch mehrere Kollegen.
Und ich meine: Sie wischen das einfach weg.. Sie sagen: Da wird ein Parkplatz gebaut.
Ich habe einen Kunden im Kötnerholzweg, der von mir ungefähr 150m entfernt wohnt. Er ist gehbehindert. Er muß mit seinem Fahrzeug zu mir kommen.
Er hat gesagt: "Ich komme nicht mehr, Herr Wolf !"
Diese 150 DM im Monat, die er mit mir macht, macht er jetzt im Real Markt.
"Da fahre ich vor, laufe drei Schritte, krieg meine Ware, gehe nach Hause."
Das ist aber nicht nur Einer. Das sind Mehrere.
Das kann ich nicht einfach abtun: Ich kläre das für die Druckerei. (
Anmerk.: Lösung für diesen Anlieferungsverkehr)
Bitte schön: So geht das nicht. Sie müssen, bitte, daran denken: Wir sind alles Kleinbetriebe. Wir stehen 12 Stunden am Tag da und ackern schwer für unser Geld.
Dann kommen Sie und wischen das einfach larifari weg.
Da muß man sich gegen wehren."

Starker Beifall der Gewerbetreibenden, denn Herr Wolf hat nicht nur für sich gesprochen.

Hinweis:
Die Darstellung der Versammlung hier ist subjektiv. Wer andere Eindrücke hier plaziert haben möchte kann dieses gerne tun.
Einfach
emailen.
 

Das Konzept der Verwaltung
Herr Fellmann vom Tiefbauamt

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Viel mehr Besorgnis als Optimismus
- Geschäftsleute -


Anwesende Bezirksräte


Die Bürgermeisterin (rechts) und die Vertreter der Verwaltung


Immer für provokative Sprüche gut:
Bezirksrat Georg Weil
(Bündnis90/Die Grünen)