Bezirksrat 20.06.2001 zum Gilde-Gelände

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 Wer meint was ? -- Wer will was ?
Interessante und aufschlußreiche Informationen !
Überraschung: Eigentümer aus dem Ihmezentrum wollen Gilde-Gelände kaufen - für einen Park !


von links nach rechts:
Fr. Hecht, Gilde Brauerei, Hr. Ackermann, Hr. Auffarth, Fr. Zuber, Hr. Cronau, Fr. van Schwartzenberg,
Bezirksbürgermeisterin Fr. Knoke

© Copyright

Die Inhalte angeführter Links und Quellen werden von diesen selbst verantwortet.

Frau Hecht, Gilde Brauerei
Das Gelände soll möglichst bis Jahresende, spätestens im Frühjahr 2001 in einem Stück verkauft sein. Gespräche finden derzeit mit drei ernsthaften Investoren statt.
Eine Zwischennutzung verschlechtert die Verkaufschancen.

Herr Ackermann, Büro für Garten- und Landschaftsarchitektur
Gilde-Park am Küchengarten: ->
mehr (Bild ca. 160 KB)
(Herr Ackermann glaubt, daß wohl eine Bebauung stattfinden wird.)

Herr Auffarth, Uni-Hannover
"...Erstens, ich begrüße den Antrag auf zeitweilige öffentliche Nutzung ....
Zum zweiten will ich Ihnen von meiner Vision erzählen...."
und ist im übrigen gegen einen Gilde-Park. ->
mehr

Frau Anke Zuber, BI Linden-Gilde,
erläuterte die Vorstellung für eine Zwischennutzung, die positive Reaktion der Menschen im Stadtteil und die erfolgreiche Unterschriftensammlung.

Herr Cronau, Stadtbezirksplanungsamt (ca. 300 KB),
schilderte frühere Planungen für eine Wohnbebauung, die nicht weiter geführt wurden. ->
mehr (Bilder ca. 300 KB)

Frau Schwartzenberg, Städtisches Grünflächenamt,
Die Vorstellung von einem Park ist verständlich, jedoch teuer zu bauen. Allein der Unterhalt würde ca. 30.000 DM/Jahr kosten. Diese Mittel müßten extra bereit gestellt werden.

 

Äußerungen der Parteien und anderer:

SPD
Die Bezirksregierung würde den Haushaltsplan stoppen, wenn Mittel für das Gelände bereitgestellt werden würden.
Das zu frühe Abräumen des Geländes hat Begehrlichkeiten geweckt.
Eine dichte Bebauung ist nicht erforderlich, besser wäre eine Auflockerung.
Das Gelände ist ein städtebauliches Filetstück mit seiner Lage und Verkehrsanbindung. Es würde z.B. ein autofreies Wohnen ermöglichen.

B90 / Grüne
äußerten sich uneinheitlich:
aus ökologischen Gründen für Wohnbebauung (Peter) als auch für einen Park (Tydecks).
Ein Antrag auf Zwischennutzung wurde gestellt und angenommen (2 Enthaltungen und 3 (?) Nein)

PDS
findet eigentlich alle Vorschläge gut: Park, Blockrandbebauung, Reihenhäuser für kinderreiche Familien. Kostenargumente gelten nicht, da ja auch genug Geld für andere Dinge da ist.

CDU
ist gegen eine Blockrandbebauung, aber für kleinteilige, wenig hochgeschossige Bauten, Tiefgaragen und wenige oberirdische Parkplätze, viel Grün, kein autofreier Stadtteil -  Aufforderung an die Gilde Brauerei diesbezüglich Einfluß zu nehmen.

BI-Ihmezentrum :
Ein Bewohner des Ihmezentrums teilte mit, daß Bestrebungen laufen, daß die Eigentümer im Ihmezentrum das Gilde-Gelände kaufen wollen. Man könnte sie ab jetzt als Investoren betrachten.
1500 bis 2000 Leute brauchen Ausgleichsfläche. Sie sind für einen Park mit Rosenarkaden. Der Gilde-Park von Ackermann  ist der beste Vorschlag.

 

Wer zu diesem Thema etwas schreiben möchte, kann das hier tun.
email

Bezirksratsfraktion Linden/Limmer von B90 / Grüne

Antrag: Zwischennutzung des Gilde-Geländes in Linden

Der Bezirksrat möge beschließen
Die verwaltung der Stadt Hannover wird gebeten, eine zwischennutzung des Gilde-Geländes zu ermöglichen

  1. Die Verwaltung bemüht sich kurzfristig bei der Gilde-Brauerei um die kostenfreie Überlassung oder gegebenenfalls um die Anpachtung des Gilde-Geländes in Linden. Der Nutzungs- bzw. Pachtzeitraum sollte in der Größenordnung von 5 Jahren liegen.
  2. Nach Überlassung bzw. Anpachtung wird die Fläche für spontane Freiraumnutzungen freigegeben.
  3. Nach Überlassung bzw. Anpassung richtet die Verwaltung eine Arbeitsgruppe "Gilde-Gelände Linden" ein. Es werden unter anderem die BürgerInnen und die BI "Linden Gilde" beteiliegt.

Begründung
In Linden-Mitte besteht ein Freiflächenmangel. Durch eine Anpachtung kann zumindest kurzzeitig ein Ausgleich für spontane Nutzungen erreicht werden kann. Ziel der einzurichtenden Arbeitsgruppe ist es, unter Moderation ein Konzept für die mittel- bis langfristige Nutzung der Fläche (incl. Finanzierung) zu erarbeiten.

Unterschrift
(Reinhard Tydecks, Fraktionsvorsitzender)

Der Antrag wurde Angenommen (2 Enthaltungen, 3(?) Ablehnungen)