"Macht dieses Ding wieder auf !" - Damit sprach ein Geschäftsmann wohl allen anderen aus dem Herzen. Umsatzrückgang und/oder Kostensteigerungen und immer mehr Leerstände um die Fußgängerzonen herum in der Limmerstraße beklagten alle redenden Gewerbetreibenden. Es wurde geschildert, wie schlagartig mit dem Tag der Einführung des dritten Teilstückes der
Fußgängerzone die Umsätze in den Keller gingen und auch Personalabbau die Folge war.. Beklagt wurde immer wieder, daß die Berichte über Umsatzrückgänge nicht geglaubt würden. Das kränkt. Die anwesenden Bezirksratspolitiker, die die Einführung der Fußgängerzonen vertreten, mußten sich einiges anhören, hielten sich insgesamt jedoch mit starken Äußerungen zurück. Es ging hier dieses Mal auch nicht um einen Schlagabtausch vielfach gehörter Argumente, sondern es sollte der Versuch gemacht
werden wieder miteinander ins Gespräch zu kommen und "hoffentlich einen konstruktiven Dialog zu führen" (Herr Imhof/IHK). Untertstützt wurden die Geschäftsleute von der CDU. Im Laufe der Redebeiträge wurde auch ein Zusammenhang hergestellt zwischen dem Niedergang von Geschäften und der Kriminalität in Form von Geldwäsche und Drogenhandel. Es wurde deutlich, daß eine Fußgängerzone sinnvoll nur mit den Geschäftsleuten und nicht gegen sie erreicht werden kann - so wie zum Beispiel die
Lister Meile. Man ist nicht prinzipiell gegen eine Fußgängerzone, wenn das Konzept denn stimmig ist. |