Der Lindener Berg - Rundgang

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Der Lindener Berg

Rundgang

Faltblatt Nr. 2
aus der Reihe
„Der Lindener Berg ruft!"

AG Küchengartenpavillon

Rundgang über den Lindener Berg

1 Die St. Martinskirche
Sie bildete früher den Mittelpunkt des beschaulichen Dorfes Linden. Die mittelalterliche Dorfkirche wurde 1727 durch eine barocke Saalkirche ersetzt. Auf den alten Turm wurde 125 Jahre später ein Oberteil im neugotischen Stil vom bekannten hannoverschen Baumeister Conrad Wilhelm Hase gesetzt. Den 2. Weitkrieg über-" stand nurderTurm, das Kirchenschiff wurde Mitte der 1950er Jahre von Dieter Oesterlen neu errichtet. Auf dem alten Friedhof direkt an der Kirche findet man nur noch die Gräber von Johann und Georg Egestorff, den Begründern der Lindener Industrie.

2 IGS Linden
Mit der ersten Integrierten Gesamtschule Hannovers war im Arbeiterstadtteil Linden ein jahrzehntelang seh u l politisch umstrittenes Konzept umgesetzt worden. Ein Verbindungsgang führt über der Straße zur alten Mittelschule, heute auch Teil der IGS. An der Fassade der IGS findet man eine Plakette, die auf das Kalkbrennerhäuschen von Johann Egestorff (1772 -1834) verweist, das hier bis 1969 stand.F

3 Fachwerkhaus
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite lautet an dem alten Fachwerkhaus Am Lindener Berge 16 die Inschrift eines Holzbalkens: 1698. Es ist damit eines der ältesten Gebäude Lindens.

4 Mauer
Weiter führt die Straße „Am Spielfelde" zu einer Grünfläche zwischen Westschnellweg und Wachsbleiche. Die 3m hohe Kalksteinmauer ist ein Rest der alten Umgrenzung des von-Alten-Gartens.

5 Denkmal
Weiter Am Spielfelde entlang findet man neben dem Tennisplatz einen kleinen Platz. Hier steht ein Denkmal zu Ehren Johann und Georg Ege-

storffs. Gestaltet wurde es 1935 von Georg Herting, der auch andere Objekte in Linden errichtete, so etwa das Arbeiterstandbild vor der Hanomag an der Göttinger Straße.

6 Lindener Stadion
Zurück Richtung IGS kommt man an dem Lindener Sportverein von 1907 vorbei. Hier wurde in den zwanziger Jahren in den Steinbruch hinein ein Stadion gebaut.

7 Villa Osmers
Auf dem Weg nach oben fällt zur rechten Seite ein schönes Gebäude auf: die sogenannte Villa Osmers, benannt nach dem Mittelschulrektor Hinrich Osmers, für den Carl Arend zu Beginn des letzten Jahrhunderts diesen Prachtbau errichtete.

8 Jazzclub
Aus dem noch aus Kaisers Zeiten stammenden ehemaligen Jugendheim ist inzwischen eine Kultstätte geworden: der Jazzclub Hannover gehört zu den bekanntesten und besten Musikclubs Deutschlands. Außerdem befindet sich hier das Mittwoch-Theater.

9 Wasserhochbehälter/ Volkssternwarte
Der mächtige Klotz auf der gegenüberliegenden Seite ist ein Wasserhochbehälter. Hier hatte Johann Egestorff ursprünglich 1825 von Georg Ludwig Friedrich Laves ein Berggasthaus im Villenstil erbauen lassen. 1877 wurde das beliebte Ausflugslokal abgerissen und stattdessen der Wasserhochbehälter errichtet. Er wird heute noch zur Wasserversorgung Hannovers benutzt. Auf dem Gebäude befindet sich auch die Volkssternwarte, in der man donnerstags abends in die Sterne gucken kann.

10 Lindener Mühle
Am Hochbehälter vorbei kommt man zum alten Turm der Lindener Mühle. Ursprünglich als Wartturm erbaut, war er nach dem Dreißig-Jährigen Krieg in eine Windmühle umgerüstet worden, die bis Ende der zwanziger Jahre ihren Dienst verrichtete. Heute befindet sich am inzwischen flügellosen Turm einer der schönsten Biergärten Hannovers, der Lindener Turmgarten.

11 Aussichtspunkt
Direkt neben dem Biergarten befindet sich Richtung Hanomag ein Hügel, auf dem der Lindener Bürgerverein eine Aussichtsplattform errichtete. Von hier aus kann man nicht nur die Hanomag und den Geister sehen, sondern unmittelbar auf die riesige Kleingartenanlage.

12 Friedhof
Zurück zur Straße Am Lindener Berge liegt auf der rechten Seite der Lindener Bergfriedhof. Hinter dem Eingangstor steht der sehenswerte Küchengartenpavillon. Ebenfalls interessant sind der Friedhofsbrunnen, die Kapelle und zahlreiche Grabsteine. Ein besonderer Anblick bietet sich, wenn im Frühjahr die Blausterne den Friedhof mit einem blauen Teppich überziehen.

13 Kleingärten
Ein Spaziergang durch die Gärten des Kleingartenvereins Linden lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Eine Kolonie nennt sich - der Höhe des Berges angemessen - Lindener Alpen. Bekannt war hier der ehemalige Naturheilverein Prießnitz, ein Bestandteil der Arbeiterkultur Lindens.

14 Ernst-Winter-Heim
Weiter den Berg hinunter, liegt an der rechten Seite der werktags geöffnete Botanische Schulgarten. Gegenüber steht eines der vielen Kleingartenvereinsheime, das Ernst-Winter-Heim.

15 Champignonzucht
Nun wieder Richtung Ausgangspunkt zurück, folgt man direkt hinter dem Friedhof der Straße „Am Steinbruch". Am Steinbruch 11 wurde bis vor einigen Monaten in alten Stollen im Berg eine Champignonzucht betrieben.

16 Evangelisches Jugendzentrum
Am Steinbruch 10 befindet sich das „EV, das Evangelische Jugendzentrum.



AG Küchengartenpavillon

In der AG arbeiten mit:

AGLV Linden, Bürgerbüro Stadtentwicklung, Freizeitheim Linden, Friedhofsabteilung/ Grünflächenamt, Kleingärtnerverein Linden e.V., Kulturkoordination West, Kulturbüro Linden-Süd und Quartier e.V.

Die AG setzt sich insbesondere für den Erhalt und eine sinnvolle, dem Umfeld angemessene öffentliche Nutzung des denkmalgeschützten Küchen-gartenpavillons ein. Zugleich wird versucht, die unmittelbare Umgebung auf dem Lindener Berg mit in die Konzepte einzubeziehen.

Wer mitmachen möchte, wende sich bitte an:

Quartier e.V. c/o Jonny Peter
Nedderfeldstr. 10
30451 Hannover
Tel. 0511/442518
Email:
Jonny.Peter@t-online.de

AG Küchengartenpavillon

Diese Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung.

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